Die letzte Auflage des auf drei Termine angesetzten Konzepts "Vereine stellen sich vor" gehörte am Samstagvormittag dem Bereich Kunst und Kultur. Für die Präsentation ihrer Aktivitäten haben sich die teilnehmenden Vereine allerhand einfallen lassen. Die Palette reichte von musikalischen Darbietungen über ein Preisrätsel bis hin zu Führungen durch die Innenstadt. Dabei konnten sich einige auch über neue Mitglieder freuen, die noch während der Präsentation Mitgliedsbeiträge ausfüllten.

Eine klingende Visitenkarte gab der Spielmannszug der Freien Turnerschaft Schney ab. Eine Art Vorgeschmack auf den 60. Geburtstag, denn der Verein heuer mit einem Konzert am 26. Oktober in der Turnhalle in Schney feiern kann. Der 1907 gegründete Verein besitzt rund 500 Mitglieder und ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten, dass vom Krabbelalter bis hin ins hohe Alter reicht.
"Das älteste Mitglied ist weit über 90 Jahre alt", berichtet Hans-Heinrich Bergmann, Vorsitzender der Freien Turnerschaft Schney.

"Für das ehrenamtliche Engagement gibt es noch viele Einsatzmöglichkeiten", erklärt Erhard Schlottermüller von Verein "Aktive Bürger Lichtenfels". Die im September 2011 gegründete Vereinigung zählt rund 270 Mitglieder in ihren Reihen. Die Aktiven Bürger engagieren sich unter andern als Lesepaten, bei der Lichtenfelser Tafel Plus und bei der Betreuung von Flüchtlingen. Für Schlottermüller sind damit die Einsatzmöglichkeiten noch lange nicht erschöpft.

Zufällig vorbeikommende Passanten bleiben stehen, als die Main-River-Dancers ihren großen Auftritt haben. Für eine knappe halbe Stunde prägen Westernkleidung und schwingende Petticoats das Bild auf dem Marktplatz. "Man muss Lust an Bewegung, Gesellschaft und Musik haben", nennt Gerald Vierling, Präsident des Vereins einige Voraussetzungen, die Interessierte auf jeden Fall mitbringen sollten.

Mit einem Informationspavillon ist die Ortsgruppe Lichtenfels des Bund Naturschutz vertreten. Die Kreisgruppe, dessen Vorsitzender Anton Reinhardt ist, zählt rund 650 Mitglieder. Neben Informationen zum Natur- und Umweltschutz möchte die Kreisgruppe an diesen Vormittag über das Thema Klimawandel und Energiesparen aufklären.

Kurzführungen durch die Stadt

Mit rund 1700 Mitgliedern ist das Colloquium Historicum Wirsbergense, kurz CHW genannt, einer der großen Geschichtsvereine in Oberfranken. Die Exkursionen des CHW erfreuen sich naturgemäß eines großen Interesses. Deshalb gibt es am Samstagvormittag auch drei Kurz-Führungen durch die Lichtenfelser Geschichte.

Der Kulturring Lichtenfels stellt nicht nur sein Programm für die kommende Saison vor, sondern überraschte auch mit einem Preisrätsel, bei dem es Eintrittskarten für kommende Theaterveranstaltungen zu gewinnen gab.

Seit zwölf Jahren gibt es den Förderkreis Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche in Lichtenfels. Der Verein zählt knapp 80 Mitglieder und wird immer dann aktiv "wo Geld von Nöten ist", wie Zweiter Vorsitzender Dr. Jochen Gronebaum erklärt. Beispielsweise werden die Musiker des Posaunenchors mit Noten versorgt. Die Bandbreite ihrer Musikalität zeigte der Posaunenchor im Verlauf eines kleinen Konzertes neben dem Rathaus.

Dinge die außerhalb des Budgets liegen, wie die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen oder notwendige Spielgeräte für die Kinder, finanziert der Förderkreis der evangelischen Kindertagesstätte Vogelnest.

Am Ende zieht Citymanager Werner Schiffgen eine positive Bilanz der Gemeinschaftsaktion von Stadtmarketing und der Aktionsgemeinschaft Treffpunkt. Für das nächste Jahr ist eine Fortsetzung geplant.