Mit der energetischen Sanierung des Verwaltungstrakts an der Pater-Lunkenbein-Schule befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Gemeinde hofft, hierfür Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm zu bekommen. Nun wurde angeregt, parallel auch eine Modernisierung des Brandschutzes vorzunehmen, zumal hier das Finanzausgleichsgesetz als weiterer Fördertopf Anreize bietet.


"Macht durchaus Sinn"


Das Gremium folgte der Empfehlung der Verwaltung, die Verbesserung des Brandschutzes mit in das Gesamtprojekt aufzunehmen. "Die Maßnahme macht durchaus Sinn", bekräftigte Bürgermeister Bernhard Storath. Erste Kostenschätzungen für die umfassende brandschutztechnische Sanierung der Schule beliefen sich auf rund 328 000 Euro.
Wenn die Förderzusage der Regierung vorliege, könne über das weitere Vorgehen beraten werden.

In die Jahre gekommen ist die in den Achtzigerjahren eingeweihte Ebensfelder Kläranlage. Eine Modernisierung mit Anpassung an heutige Anforderungen ist somit unumgänglich geworden. Im Vorjahr hatte der Gemeinderat bereits den entsprechende Grundsatzbeschluss gefasst. Nun lag dem Gremium der vom Ingenieurbüro Baur Consult ausgearbeitete Bauantrag vor.


Kläranlagensanierung kommt teurer


Matthias Kraft vom Ingenieurbüro schilderte dem Gremium die Details der Planung. Die Gesamtnettokosten bezifferte er auf rund 495 000 Euro. Hinzu kämen Baunebenkosten zwischen zwölf und 15 Prozent. Bei ersten Kostenschätzungen sei man noch von rund 350 000 Euro ausgegangen. Doch durch den angedachten Stahlcontainer zur Zwischenlagerung des entwässerten Klärschlamms hätte man sich alles verbaut, betonte Kraft. Aus fachlicher Sicht plädierte er eindeutig für die aufwändigere Lösung. Durch die nun vorgesehene Anlage, die drei Container beschicken könne, seien verschiedene Möglichkeiten des Klärschlammtransports möglich. Dieser Gewinn an Flexibilität mache das Ganze nun teurer als ursprünglich prognostiziert.

Letztlich müssen die Bürger des Marktes Ebensfeld die Kosten über Umlagen mittragen. Auch kam zur Sprache, dass gerade die besagte Flexibilität langfristig erhebliche Einsparungen bei der Klärschlammentsorgung mit sich bringe.

Schnelles Internet ist in der heutigen Informationsgesellschaft das A und O. Deshalb plant der Markt Ebensfeld, sich nun auch am Breitband-Förderprogramm des Bundes zu beteiligen. Ziel ist eine flächendeckende Versorgung im Gemeindegebiet mit mindestens 30 Megabit/Sekunde. Das von Ingenieur Siegbert Reuther aus Bad Staffelstein erläuterte und vom Gremium per Beschluss festgelegte Erschließungsgebiet beinhaltet 94 Hausanschlüsse im Gemeindegebiet, davon sind 90 Prozent privat, der Rest wird gewerblich genutzt.


Internet wird noch schneller


Noch bis zum 12. Oktober läuft laut Reuther das sogenannte Interessenbekundungsverfahren. Ermittelt werde, inwieweit und zu welchen Kosten Provider bereit sind, die technischen Grundlagen zu schaffen und das Netz zu betreiben. Im Anschluss starte das Auswahlverfahren. Am 12. Oktober stünden auch die Kosten für die Gemeinde fest. Bis zum 28. Oktober müsse dann der Förderantrag gestellt werden. Mit einem endgültigen Abschluss der Maßnahme rechnet Siegbert Reuther nicht vor Ende 2018.

Die Idee eines WLAN-Hotspots im Rathaus wurde hingegen mit zwölf zu fünf Stimmen abgelehnt. In der vorausgegangenen Diskussion sahen viele im Gremium keine Notwendigkeit hierfür. Otto Weidner (Grüne) wies zudem auf die Strahlenbelastung der Rathausmitarbeiter hin.


Verärgert über die Deutsche Bahn


Unter "Sonstiges" wies Otto Weidner darauf hin, dass die Bahn transparente Lärmschutzwand-Passagen versprochen habe. Stattdessen sei , "alles zugemacht worden". Bürgermeister Storath entgegnete, dass die Deutsche Bahn für Februar noch einmal eine Sperrpause angekündigt hat. "Dann werden wir das nachfordern", versprach er. Auch die ebenfalls seitens der Bahn zugesagte Begrünung an der Lärmschutzwand wurde thematisiert. "Da ist aber größtenteils nur blanker Schotter, eine Begrünung kann ich mir da nur schwer vorstellen", so der Bürgermeister, der zusicherte, an der Sache "dranzubleiben".

Abschließend gab Storath bekannt, dass die Einweihung des Waldkindergartens bei Prächting am 16. November um 14 Uhr stattfinden wird.