Wenn Mitte Oktober der Bahnübergang in Mainklein wieder von allen Autofahrern überquert werden darf, rollt die nächste Umgehungswelle auf Altenkunstadt zu. Die Bundesstraße 289 wird dann wegen Sanierungsarbeiten an einem Hang zwischen Burgkunstadt und Theisau gesperrt. Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) stellte am Dienstagabend im Bauausschuss die angedachten Maßnahmen vor, die die Belastung von Altenkunstadt und seinen östlichen Ortsteilen abmildern sollen.

Am 15. Oktober geht's los

Der Verkehr wird ab dem 15. Oktober offiziell über Maineck, Baiersdorf und Weismain umgeleitet. "In Baiersdorf wird an der Kreuzung Mainecker Straße und Forststraße eine Ampelanlage geschaltet, damit es keine Probleme im Begegnungsverkehr gibt", sagte der Redner. Für Prügel ist eine Tonnagebeschränkung vorgesehen.

Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) schlug vor, auch für die Altenkunstadter Straße in Baiersdorf eine solche zu erlassen. "Die Brummifahrer sollen über Weismain zum Frachtumschlagszentrum der Firma Baur in Altenkunstadt fahren, andernfalls wird es eine Katastrophe mit dem Schwerlastverkehr in diesem Ortsteil", meinte der Gemeinderat. Gunther Czepera sprach sich dafür aus, während der Umleitung die Kulmbacher Straße in Maineck zur Tempo-30-Zone zu erklären. Die Staatsstraße 2203 teilt Pfaffendorf. Die dortigen Bürger wünschen sich eine Querungshilfe, die unterhalb des neuen Baugebietes "Pfaffendorf-Mitte" entstehen soll.

Bei einem Ortstermin, an dem Vertreter des Landratsamtes, des Straßenbauamtes, der Polizei und der Gemeindeverwaltung teilgenommen hatten, war festgestellt worden, dass aufgrund der baulichen Mindestanforderungen und der Lage der Bushaltestelle eine Querungshilfe nicht möglich sei. Dasselbe, so Hümmer, gelte auch für einen Standort in Richtung Burkheim. Stattdessen wird es eine Fußgängerfurt mit entsprechender Markierung und Beschilderung an der Ausfahrt zum Bürgermeister-Will-Weg geben. Ein Spiegel wird gegenüber der Ausfahrt angebracht, sobald die Furt angelegt und die Bushaltestelle verlegt worden ist.

In der Theodor-Heuss-Straße gibt es derzeit wegen des Baus einer Wohnanlage durch die Baufirma Raab aus Ebensfeld eine Engstelle, die laut Bürgermeister noch bis Freitag, 16. Oktober, andauern wird. Hans-Werner Schuster (CSU) monierte, dass zahlreiche Baustellenfahrzeuge für einen langen Durchfahrtsweg und mitunter brenzlige Situationen sorgten. Die Baufirma sollte man darauf hinweisen, ihre Fahrzeuge nicht den ganzen Tag auf der Straße zu parken, was Hümmer zusicherte.

Umstrittene Leuchtreklame

Auf dem Parkplatz des Fachmarktzentrums am Röhriger Kreis steht ein Container mit Werbung eines Weismainer Bauunternehmens. Dieser soll durch einen beleuchteten Werbepylonen ersetzt werden. Johannes Oppel vom Bauamt der Gemeinde Altenkunstadt bezifferte die Höhe auf 4,40 Meter und die Breite auf 6,60 Meter. Almut Schuhmann (SPD) und Georg Deuerling plädierten dafür, die Beleuchtung um 22 Uhr abzuschalten, um einen Beitrag zur Lichtsmog-Reduzierung zu leisten. Oppel erläuterte, dass in einem Gewerbegebiet beleuchtete Werbung erlaubt sei. Zudem verwies er auf einen ähnlichen Fall, in dem das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde eine zeitliche Beschränkung abgelehnt habe. Man kam überein, mit dem Antragsteller zu sprechen und sich nach den gesetzlichen Richtlinien zu erkundigen.

Auf Nachfrage von Michael Limmer von der Jungen Wähler Union (JWU) teilte Hümmer mit, dass das alte Buswartehäuschen in Maineck abgerissen und bei den Schaukästen ein neues errichtet werden soll. Noch in diesem Jahr wolle man mit den Bauarbeiten beginnen. Joseph Jachmann (Bündnisgrüne) wollte wissen, ob es im Zuge der Neugestaltung des Areals rund um die Altenkunstadter Raiffeisenbank einen Fußgängerüberweg in der Theodor-Heuss-Straße geben werde. "Ja", erwiderte Hümmer. Laut Oppel soll dieser im Bereich zwischen der Einmündung in die Bürgermeister-Böhmer-Straße und der ehemaligen Synagoge errichtet werden. Bereits in einer früheren Sitzung hatte Georg Deuerling darauf hingewiesen, dass an der Einfahrt zur Kläranlage im Ortsteil Zeublitz eine Absturzsicherung fehle. Eine solche sei nicht nötig, teilte Hümmer mit. Laut Planungsbüro sei ein Gefahrenpotenzial nicht vorhanden. Pfaffendorf wird ein Tempo-Gerät erhalten. Autofahrer, die sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten, werden mit einem Smiley-Lächeln belohnt.

In der jüngsten Bauausschusssitzung gab Bürgermeister Robert Hümmer ein ganzes Bündel an Bauarbeiten bekannt, die das Gremium im vergangenen Monat unter Ausschluss der Öffentlichkeit vergeben hatte.

Der größte Brocken betraf den gemeindlichen Bauhof: Der Hof der Einrichtung wird von der Baufirma Göhl aus Mainroth zum Preis von 50 022 Euro neu gepflastert. Die Firma Limmer und Söllner führt die Klempnerarbeiten in der Grundschule durch, die derzeit generalsaniert wird. Kostenpunkt: 36 280 Euro. Im Ortsteil Woffendorf entsteht derzeit ein neues Feuerwehrgerätehaus. Hier wurden zwei Arbeiten vergeben: Der Betrieb Manzer aus Woffendorf stattet es zum Preis von 28 338 Euro mit neuen Fenstern aus. Die Firma Fiedler aus Altenkunstadt erledigt die Elektroarbeiten und stellt dafür der Gemeinde 18 599 Euro in Rechnung. Die OFM Communications GmbH & Co. KG aus Burgkunstadt verkabelt den Computerraum der Altenkunstadter Mittelschule und installiert die Beleuchtung für insgesamt 7453 Euro. Für die Kathi-Baur-Kita werden eine Waschmaschine und ein Trockner zum Gesamtpreis von 3517 Euro angeschafft.

Das Areal rund um die Zentrale der Raiffeisenbank Obermain Nord in Altenkunstadt wird zu Altenkunstadts neuer Mitte umgestaltet. Im Zuge der Maßnahme wird das Haus Gerbergasse 10 abgerissen. Das Ingenieurbüro Dr. Gerhard Pedall aus Haag bei Bayreuth wurde mit der Schadstoffuntersuchung beauftragt, die 2233 Euro teuer ist. Ferner beteiligt sich die Gemeinde mit 1279 Euro am Wegeausbau der Jagdgenossenschaft Burkheim.