Die Entscheidung über die Zukunft der Immobilie Am Bauershof 2 in Burgkunstadt wurde vom Stadtrat vertagt. Entweder gibt es Stellplätze, Wohnraum oder beides.
Das Gebäude Am Bauershof 2, das der Satdt gehört, sorgte im Stadtrat Burgkunstadt für eine längere Aussprache. Insbesondere ging es darum, wie es genutzt werden sollte.
Der Stadtrat vergab Aufträge für eine kombinierten Planung für das Anwesen. Dann legte Jens Lauterbach vom Verkehrsplanungsbüro PB-Consult in Nürnberg ein Parkraumkonzept vor. Die Erhebungen ergaben dabei auch, dass die Oberstadt deutlich stärker frequentiert ist als beispielsweise die Unterstadt.
Zweifel bestehen
Allerdings meldete Joachim Ruß (CSU) Zweifel an, ob wirklich - wie zuvor genannt - das Parkplatzangebot auf dem Marktplatz ausreichend sei. Auf das Hochbaukonzept dieser kombinierten Planung (Hochbau-/Parkraumkonzept) ging Architekt und Stadtplaner Franz Ullrich von Plan & Werk aus Bamberg ein: Der Abbruch und Neubau des im Volksmund als "Akropolis" bezeichneten Gebäudes und die Schaffung von bis zu 20 Parkmöglichkeiten auf diesem Areal sei möglich, dann eine weitere Möglichkeit die Sanierung, bei der Wohnraum geschaffen würde - und vielleicht sogar Räumlichkeiten für künstlerische Aktivitäten. Als dritte Option nannte der Planer einige neue Parkmöglichkeiten in Verbindung mit kleineren Wohnungen; im Erdgeschoss gäbe es zudem die Möglichkeit, Büroräume, vielleicht ein Café oder eine Arztpraxis zu realisieren.
Geschäftsleiter Sven Dietel gab zu bedenken, dass auch die Richtlinien der Städtebauförderung (für Neubauten gibt es keine Förderung) einzuhalten seien. Eine gewisse Flexibilität bei den Planungen empfand Bürgermeisterin Christine Frieß als durchaus sinnvoll.
Neben einem Kunst- oder Parkhaus, wie es mehrfach angesprochen wurde, erinnerten Wolfgang Sievert (SPD) und Stadtkämmerin Heike Eber, dass es ein Grundgedanke beim Kauf des Gebäudes war, dass auch Parkplätze für die Mitarbeiter der Stadt geschaffen werden sollten.
Edith Berg (Bürgerverein) konnte vor allem den künstlerischen Aspekten für Burg"kunst"adt positive Seiten abgewinnen.
Kosten beraten
Die wesentliche Nutzung des Gebäudes als Parkhaus mit Stellplätzen auf zwei Ebenen würde erhebliche Mehrkosten, besonders wegen der Auffahrtrampen, nach sich ziehen. Das gab Architekt Franz Ullrich zu bedenken.