Das Landratsamt Lichtenfels hat bereits seit mehreren Jahren bei den Genehmigungen der Haushalte der Gemeinde Hochstadt darauf hingewiesen, dass die kostenrechnenden Einrichtungen Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung eine erhebliche Unterdeckung aufweisen. Mit Beginn des kommenden Jahres soll hier nun nach dem Beschluss des Gemeinderates mit einer Anhebung der Gebühren Abhilfe geschaffen werden.

Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, Jörg Michalek, erörterte zunächst ausführlich, wie sich die Kosten für die Wasserversorgung beziehungsweise die Abwasserentsorgung zusammensetzen und präsentierte die Neuberechnungen für einen kostendeckenden Betrieb. Demnach wird die Verbrauchsgebühr für Wasser von bisher 1,33 Euro auf 1,46 Euro pro Kubikmeter angehoben. Die Einleitungsgebühr für Abwasser erhöht sich zeitgleich von bisher 2,56 Euro auf 2,80 Euro pro Kubikmeter. An den Grundgebühren ändert sich nichts. Diese bleiben bei einem Dauerdurchfluss (vormals Nenndurchfluss) bis vier Kubikmeter pro Stunde bei 84 Euro und bei einem Dauerdurchfluss über vier Kubikmeter pro Stunde bei 168 Euro.

Satzungen angepasst

In diesem Zusammenhang wurden die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung vom 1. Juni 1999 sowie die Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung vom 15. Dezember 2010 inhaltlich an die aktuellen Mustersatzungen angepasst.

Bürgermeister Max Zeulner (CSU) erläuterte die bauleitplanerische Entwicklung im Ortsteil Wolfsloch. Der Flächennutzungsplan der Gemeinde sieht den Bereich nördlich und westlich von Wolfsloch zur baulichen Weiterentwicklung des Ortes vor. Diese Erweiterungsflächen sind jedoch in Richtung der B 173 neu ausgerichtet, was aus naheliegenden Gründen als eher ungünstig zu bewerten ist. Beschlossen wurde daher, vorerst Abstand von einer baulichen Entwicklung in Richtung Norden oder Westen zu nehmen und stattdessen Erweiterungsflächen in Richtung Süd-Osten ins Auge zu fassen.

"Die Satzung für die Kindertageseinrichtungen bedarf wegen verschiedener Änderungen, die einzupflegen sind, einer Neufassung", so Zeulner. Im Detail betreffe dies Unklarheiten über Kündigungsfristen in der alten Satzung sowie die Festlegung der Buchungszeiten. Das Gremium stimmte dem Neuerlass der Satzung zu. Ebenso wurde einem Neuerlass der Geschäftsordnung des Gemeinderates zugestimmt. Zur Einführung des so genannten Ratsinformationssystems sei es erforderlich, die Geschäftsordnung anzupassen, so dass Sitzungseinladungen künftig auch elektronisch zugestellt werden können, so der Bürgermeister.

Weiter informierte Zeulner über Maßnahmen des Landschaftspflegeverbandes. Im Bereich Hochstadt werde dieser an drei verschiedenen Stellen Heckenpflege betreiben. Der Kostenanteil für die Kommune belaufe sich auf 1094,97 Euro. Die Grüngutannahmestelle in Burgstall hat in der Winterzeit vom 1. Dezember 2020 bis 28. Februar 2021 nur noch samstags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Gemeinde Hochstadt habe laut Zeulner auch weiterhin Brennholz zu verkaufen. Interessenten möchten sich im Rathaus melden. Am Volkstrauertag werden aufgrund der Corona-Pandemie in den Ortsteilen keine Gedenkfeiern abgehalten, sondern lediglich Kranzniederlegungen statt. In Hochstadt findet um 10 Uhr ein Gottesdienst statt, bei dem Bürgermeister Max Zeulner eine kurze Ansprache halten und am Ehrenmal zusammen mit der Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes einen Kranz niederlegen wird. Dies jedoch ohne musikalische Umrahmung und Ehrenwache.