"Unser Haus ist deutlich gewachsen, da war es folgerichtig, auch an der Schraube für die Zahl der Intensivbetten zu drehen, um jederzeit angemessen und bestmöglich auf akute Situationen reagieren zu können", so Leitender Arzt Andreas Brugger.
Seit einigen Wochen schon sind die neuen Intensivbetten im Erdgeschoss des Klinikums belegt. Andreas Brugger, Oberarzt Herbert Mädl und das gesamte Team freuen sich, dass sie akut und schwer erkrankten Patienten jetzt noch mehr Möglichkeiten der Behandlung bieten können. Vor allem die Erweiterung der Beatmungsplätze wird als echter Fortschritt empfunden.

Neue Aufgabe für Kerstin Schraut

Die ärztliche Leitung auf der neuen Station wird neben An dreas Brugger die Oberärztin Kerstin Schraut übernehmen. "Sie ist eine hervorragende Ärztin", sagt Brugger.
Seine Kollegin sei Internistin und Intensiv-medizinerin und habe sich für ihre neue Aufgabe sechs Monate lang in Regensburg fortbilden lassen. Die neue Intensivstation ist im Erdgeschoss angesiedelt, direkt hinter der Pforte sind die Patienten- und Funktionsräume eingerichtet worden. Ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer gibt es auf dieser Station mit zehn Behandlungsplätzen. "Für die Patienten ist es deutlich angenehmer, wenn sie so untergebracht sind", freut sich Brugger über die Neuerung.
Vor allem internistische Notfallpatienten werden in der neuen Station behandelt: Menschen mit Herzinfarkt, nach Herzversagen, schweren Lungenentzündungen, schweren Magen- und Darmleiden oder nach Nierenversagen. Viele dieser Patienten müssen vorübergehend beatmet werden. Auch dieses Kontingent ist aufgestockt worden. "Die Intensivstation ist ja zusätzlich zur bereits bestehenden eingerichtet worden", erklärt Andreas Brugger. Das sei notwendig geworden, weil das Haus gewachsen sei und viel mehr Patienten zu betreuen habe. Da habe man natürlich auch die Zahl der Intensivbetten aufstocken und vor allem die Zahl der Beatmungsplätze erweitern müssen.

"Sehr gut ausgestattet"

"Unsere Kapazitäten waren weitgehend ausgeschöpft", erklärt der Kardiologe. Die bisherige Intensivstation wird künftig ausschließlich von den operativen Disziplinen wie Gynäkologie, Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie oder auch Neurochirurgie genutzt. Die Infarktpatienten müssen oft zum Teil mehrere Tage beatmet und intensivmedizinisch betreut werden. Dazu gehört ein künstliches Herzunterstützungssystem.
"Wir sind jetzt, was Räumlichkeiten und Geräte angeht, sehr gut ausgestattet", zeigt sich Brugger mehr als zufrieden. Vor allem die Entlastung im Bereich der Beatmungsplätze sei ein Segen. Hier bestehe auch die Möglichkeit der Dialyse. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein beatmeter Patient am Klinikum nicht angenommen werden kann, sei dadurch deutlich kleiner geworden. "Nach wie vor arbeiten wir mit dem anderen Intensivbereich sehr eng zusammen", betont der Kardiologe. "Bei uns geht das Hand in Hand."
Neu ist auch ein Isolierzimmer mit Schleuse. Derzeit wird die Station 1b generalsaniert, auf der Patienten vor der Verlegung auf die Normalstationen betreut werden. Dort wird es nach dem Umbau nur noch Zweibettzimmer geben. Insgesamt elf Betten hat diese Station, darunter auch die fünf Betten für die Stroke Unit, auf der Schlaganfallpatienten behandelt werden.