Die Stadt Stadtsteinach befindet sich dank konsequenter Haushaltspolitik finanziell auf einem guten Weg. Das machte Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) bei der Sitzung des Stadtrats am Montagabend im Rathaus deutlich. Große Sprünge kann die Stadt wirtschaftlich zwar nicht machen, aber Stabilisierungshilfe, steigende Steuereinnahmen und sorgfältige Ausgabenplanung sorgen dafür, dass maßvoll investiert werden kann.


Kalkulation ist realistisch


Um bei unerwarteten Kostenentwicklungen rechtzeitig reagieren zu können, wurde die Kalkulation der Wasser- und Abwassergebühren zuletzt nur für zwei statt vier Jahre festgeschrieben. Eine Überprüfung der Verbrauchsmengen, aus denen sich die Einnahmen der Stadtwerke hauptsächlich speisen, ergab, dass die Planung passt und auf dem bisherigen Niveau fortgeschrieben werden kann.

Damit bleibt der Wasserpreis mit 1,85 Euro pro Kubikmeter für weitere zwei Jahre konstant, ebenso die Abwassergebühren mit 2,70 Euro pro Kubikmeter.


800 000 Euro werden erwartet


Roland Wolfrum gab in der Stadtratssitzung noch weitere erfreuliche Entwicklungen bekannt. Für das Haushaltsjahr 2015 hat die Stadt bei der Regierung von Oberfranken Stabilisierungshilfe in Höhe von 900 000 Euro beantragt. Diese sollten laut Antrag für eine außerordentliche Schuldentilgung in Höhe von 500 000 Euro und die Finanzierung des Schulturnhallen-Neubaus mit 400 000 Euro verwendet werden.

Zwar wird der Zuwendungsbescheid erst am 27. November in Nürnberg überreicht, doch die Höhe der Hilfe, die der Verteilerausschuss der Stadtsteinacher bewilligt hat, steht schon fest. Nach bisherigen Informationen bekommt die Stadt 800 000 Euro. Wie diese anteilig verwendet werden müssen, wird im Bescheid geregelt.

Bereits bekommen hat Stadtsteinach am vergangenen Freitag den Breitbandförderbescheid. Der auf die Stadt entfallende Kostenanteil wird mit 90 Prozent gefördert. Das sind 451 141 Euro.


Entlastung bei den Umlagen?


Auch 2016 könnten finanzschwache Kommunen nach Aussage von Heimatminister Markus Söder auf Unterstützung des Freistaats hoffen. Die Konsolidierungsmittel für Investitionen werden von 120 auf 150 Millionen Euro aufgestockt, die Schlüsselzuweisungen um 100 Millionen Euro erhöht.

Bürgermeister Wolfrum hofft, dass sich auch die Senkung der Bezirksumlage um 0,4 Prozent günstig auf die Landkreis-Gemeinden auswirkt. Der Kulmbacher Kreistag hat diese Entlastung bislang immer an die Gemeinden weitergegeben."

Im Rahmen der Sitzung wurde auch das Ergebnis der Rechnungsprüfung für das Haushaltsjahr 2014 vorgelegt. Dabei gab es nichts zu beanstanden.