Cornelia Helfricht ist regelrecht begeistert, als sie auf ihre Fragen klare Antworten bekommt: Ja, der Kellerweg vor ihrer Haustür wird saniert. Und: Nein, sie muss sich nicht an den Kosten beteiligen. Insgesamt rund 9000 Quadratmeter Fahrbahndecke will die Stadt Stadtsteinach heuer und im Frühjahr 2016 innerorts herrichten lassen.

"Ich freu mich natürlich, dass das gemacht wird", sagt die Stadtsteinacherin und erzählt von ihrer früheren Eigentumswohnung in Dresden. Auch dort wurden Straßen saniert - und die Anlieger kräftig zur Kasse gebeten.
Dass das in Stadtsteinach bei den aktuellen Vorhaben nicht der Fall sein wird, liegt an der Ausführung der Arbeiten. Die Strecken werden nicht inklusive Unterbau neu aufgebaut, sondern abgefräst und mit einer neuen Asphaltdecke versehen. Auf diese Weise ist eine finanzielle Anliegerbeteiligung nach der Straßenausbaubeitragssatzung nicht nötig.

Meter für Meter abgemessen

Am Dienstag machten sich Ingenieur Thomas Spindler, die Bauhofmitarbeiter Andre Dütsch und Helmut Stölzel sowie Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) und Sachbearbeiterin Tatjana Friedlein von der Stadtverwaltung zur Vorbereitung der Arbeiten auf "Wanderschaft". Im Kellerweg und im Dammweg sowie in der Knollenstraße und im Lehenthaler Weg wurde das Aufmaß der Flächen erledigt, die sich auf rund 9000 Quadratmeter summieren werden. Im Lehenthaler Weg und in der Knollenstraße sind wohl zusätzlich Arbeiten an Wasser- und Abwasserleitungen zu erledigen. Überprüft wird außerdem die Straßenentwässerung im Baustellenbereich.

"Wir möchten noch im Herbst mit den Arbeiten beginnen - wenn wir denn ordentliche Angebote von den Firmen bekommen", betont Wolfrum und beziffert die Kosten für dieses Sanierungspaket nach einer "groben Hochrechnung" auf etwa 300.000 Euro.

Zuschüsse bekommt die Stadt für die Baumaßnahmen nicht. Allerdings fällt die Investition derzeit leichter, weil sich die Stadt an anderer Stelle durch die Stabilisierungshilfen des Freistaats finanziell Luft verschaffen konnte.

Größere Schäden vermeiden

Nötig seien die Sanierungen aber ohne Zweifel, so der Bürgermeister. Andernfalls laufe man Gefahr, noch größere Schäden beheben und noch mehr Geld für die Sanierung ausgeben zu müssen.

"Wir versuchen nun, bis zur September-Sitzung des Stadtrats belastbare Zahlen zu bekommen", erläutert Roland Wolfrum und zeigt sich zuversichtlich, dass die Arbeiten wie geplant noch heuer beginnen können.

Weiterhin Handlungsbedarf

Auch in den kommenden Jahren will die Stadt Strecken herrichten. Auf dem Arbeitsplan stehen Teile der Industriestraße, der Hainbergstraße, der Wehrstraße, der Vorderreuther Straße, der Alten Pressecker Straße, der Grünburg- und Breslauer Straße, der Friedhofstraße, der Spitalgasse und der Bahnhofstraße. Außerorts besteht Handlungsbedarf für die Strecken Stadtsteinach-Frankenreuth-Römersreuth, im Ortsbereich von Triebenreuth und die Gemeindeverbindungsstraßen Richtung Vorderreuth und Gumpersdorf.