Michael Wohland ist 31 Jahre alt und ist in Bojnice geboren. Dieser Ort liegt in der Slowakei. "Wir sind aus politischen Gründen nach Deutschland gekommen, aber für meine Mutter war es auch immer ein Traum, in Deutschland zu leben", erzählt Michael Wohland. Tatsächlich spricht er fast akzentfrei deutsch. "Ich denke, meine Vorfahren kommen aus Süddeutschland. Denn darauf weißt der Name hin. Und dann haben sie sich sicherlich in den Karpaten niedergelassen", erzählt Wohland. Michael Wohland war sieben Jahre alt, als er zunächst nach Nürnberg kam. Er ging in Deutschland in die Schule, wuchs dann in Marburg an der Lahn auf und machte zunächst die mittlere Reife. "Dann habe ich im Sommer 2005 das Abitur gemacht", erzählt Michael Wohland.

Ab Herbst besuchte er das Bamberger Priesterseminar und fing an, Theologie zu studieren. Dass er wirklich Theologie machen wird, war lange nicht klar.
"Ich war immer unschlüssig und wollte eigentlich Medizin studieren. Ich hätte mir gut vorstellen können, dass ich mal Facharzt werde - so Richtung Chirurgie", erzählt Michael Wohland offenherzig. "Ich hatte Latein und Altgriechisch. Und ich habe mich schon immer für Philosophie interessiert. Und so kam ich dann auch in die theologische Richtung", erklärt Wohland. Immer wieder überlegte er. Und dann hatte er im Abitur einen Notendurchschnitt von 2,2. "Das hat für ein Medizinstudium nicht gereicht. Ich habe das dann als Wink Gottes gesehen und habe mich dann für Theologie entschieden. Es war wirklich so, dass ich einen Ruf Gottes verspürt habe", sagt Wohland.

Heute ist er überglücklich über seine Entscheidung und kann sich auch nicht vorstellen, dass sich das einmal ändern könnte. Denn in der Kirche war Wohland schon immer engagiert und hier hat er sich immer zu Hause gefühlt. "Ich bin mit 13 Ministrant geworden. Das war auch ein spezielles Erlebnis. Das war irgendwie auch eine innere Berufung", sagt Wohland.

Zunächst führte ihn sein Studium nach Münster, 2011 machte er seinen Pastoralkurs und kam als Praktikant und dann als Diakon nach Uffenheim. Und der bisherige Höhepunkt war natürlich die Priesterweihe am 29. September im Bamberger Dom. Übrigens mit dem bisherigen Stadtsteinacher Diakon Norbert Förster.

"Ich war natürlich auch schon mal in Stadtsteinach und ich freue mich, dass ich ab 1. September hier anfangen kann", ist Wohland schon gespannt auf seine neue Wirkungsstätte. "Ich könnte mir vorstellen, dass ich einen Schwerpunkt auf die Jugend- und Ministrantenarbeit legen werde, aber erst einmal muss ich alles anschauen"; sagt Wohland. Denn Wohland wird nicht die Aufgaben von Pater Marianus übernehmen, sondern die Aufgabenverteilung wird neu gemischt werden. "Das hat auch den Grund, dass ab September noch eine neue Pastoralassistentin nach Stadtsteinach kommt. Sie war bisher im Schuldienst, wird aber keine Klasse mehr übernehmen, sondern "als Springerin" agieren, wenn einer von den anderen nicht kann, erklärt Roppelt.

Die Tatsache, dass neben Pastoralreferent Klaus Oberkofler noch ein Kaplan und eine Pastoralassistentin Dekan Hans Roppelt zur Seite stehen, ist der Tatsache geschultert, dass Dekan Hans Roppelt in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen der Erzdiözese engagiert ist und aus diesem Grund oft in Bamberg weilen muss. Und deshalb muss die Pfarrei auch anderweitig betreut werden können.

Michael Wohland jedenfalls freut sich schon auf seine erste Kaplansstelle. Er fährt gerne Fahrrad und wandert gerne, schon deshalb ist Stadtsteinach für ihn ideal. Außerdem war er schon im Rahmen seines Praktikums in Teuschnitz und kennt die Gegend ein bisschen, erzählt Wohland. "Die Sproch kann ich auch schon", lacht der Kaplan.

Bis zu seinem Dienstantritt wird der 31-Jährige noch zahlreiche Nachprimizen feiern und Urlaubsvertretungen übernehmen. Und dann wird er drei Jahre in Stadtsteinach wirken. Überall dort, wo er gebraucht wird.

Zu seiner Einführungsfeier wird natürlich auch die 63-jährige Mutter des neuen Kaplans und sein Bruder Paul mit Familie nach Stadtsteinach kommen. Und vielleicht gibt es ja auch das Lieblingsessen des neuen Kaplans: böhmische Knödel mit Sauerkraut.