In der Fußball-Bezirksliga Oberfranken Ost gastiert der TSV Neudrossenfeld II beim BSC Saas Bayreuth um Trainer Frank Weith. Der ATS Kulmbach braucht zu Hause gegen den FC Creußen einen Sieg, um weiter oben mitzumischen. Bei den Metzdorfern feiern drei Verletzte gegen Kirchenlaibach ein Comeback.


BSC Saas Bayreuth -
TSV Neudrossenfeld II
Der TSV Neudrossenfeld II gastiert heute um 14 Uhr beim Tabellenführer BSC Saas Bayreuth. Die Schützlinge von Trainer Frank Weith stehen unangefochten mit 40 Punkten auf Platz 1, die Mannschaft von Mario Franke hat nur halb so viele Zähler auf dem Konto. Schon ein Unentschieden wäre eine faustdicke Überraschung.
Die Vorbereitung war für den TSV eher durchwachsen, der vor allem personell ist derzeit in einer schwierige Situation steckt. Franke: "Wir freuen uns erst einmal, dass es wieder losgeht. Ich hoffe, dass unsere verletzten Spieler in den nächsten zwei, drei Wochen zurückkommen." Neben Daniel Weiner - er laboriert an einem Bänderriss - fehlt derzeit noch Kai Stöcker wegen einer Fußprellung. Nicht mehr zur Verfügung steht Ahmet Topal aus der ersten Manschaft, der immer wieder in der "Zweiten" ausgeholfen hatte.
Gegenwärtig wird mit den A-Junioren trainiert. Franke will versuchen, die Spieler heranzuführen, die am Ende der Saison in den Seniorenbereich wechseln: "Es sind ein paar gute Kicker dabei, und wir wollen sie natürlich bei der Stange halten. Wir müssen da sehen, wie es zeitlich hinhaut." Gespielt wird heute auf jeden Fall - notfalls auch auf dem Hartplatz.
TSV Neudrossenfeld II heute, um 14 Uhr beim BSC Saas Bayreuth mit: Schuberth, Hacker, Bäßler, Ehlert, Arndt, Stelzer, Oetter, Bauernfeind, Dippold. Nade, Böhme. Treffpunkt: 12.15 Uhr TSV-Sportheim. 12.45 Uhr BSC-Sportheim.


ATS Kulmbach -
FC Creußen
Es ist fraglich, ob der ATS Kulmbach in den Kampf um Platz 2 noch einmal eingreifen kann. Heute empfangen die Schützlinge von Armin Eck den Neuling FC Creußen. Der steht zwar derzeit mit nur 15 Punkten auf einem Relegationsplatz, doch die Krugstädter haben eine gute Vorbereitung hingelegt und geben sich selbstbewusst. Anders Eck, der nach einer durchwachsenen Vorbereitung etwas im Nebel stochert, was die Formstärke seiner Spieler angeht.
Eck: "Mir ist es sicherlich wie vielen meiner Kollegen ergangen, denn die Vorbereitung war sehr durchwachsen. Die Trainingsbeteiligung war studien- und berufsbedingt überschaubar. Schnee und Kälte taten ein Übriges." Bei den vier Vorbereitungsspielen gab es zwei Siege (1:0 gegen SpVgg Selbitz und 6:1 gegen SV Mistelgau) sowie zwei Niederlagen (0:2 gegen FSV Bayreuth und 2:4 gegen TSV Sonnefeld). "Viele Spieler konnten überhaupt nicht trainieren. Wir müssen über die Spiele in den Rhythmus kommen und uns die Kraft und die Kondition holen", sagt Eck. Vor allem die Langzeitverletzten Floran Böhmer, Daniel Schütz, Eddi Maier und Danny Simon werden so schnell nicht zurückkommen. Mit Verletzungen schleppen sich außerdem Johannes Koch, Florian Förster und Christopher Klaszka herum. Izzet Nacak wird noch aus dem Türkei-Urlaub zurückerwartet.
ATS Kulmbach heute, Samstag, 15 Uhr gegen FC Creußen: Pohl, Cukaric - Carl, Buchta, Werther, Günther, Löhrlein, Streng, Dippold, Pauli, Auner, Münch, Maiser. Treffpunkt: 12.30 Uhr.


TSV Kirchenl.-Speichersd. -
VfB Kulmbach
Der VfB Kulmbach muss morgen beim heimstarken TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf antreten. Noch ist der gesamte Verein geschockt vom plötzlichen Tod von Thomas Frank, der beim VfB im Grunde unersetzbar ist. Trainer Klaus Eichhorn: "Sein Tod hat den Verein, die komplette Mannschaft und auch mich persönlich sehr getroffen. Thomas war alles für uns, er hat mich immer wie ein Co-Trainer unterstützt. Was er für die Mannschaft gemacht hat, war phänomenal, einfach unersetzbar. Wir haben uns noch am Abend nach seinem Tod als Mannschaft zusammengesetzt - und das war ganz wichtig. Ich habe noch nie so eine Stille erlebt. Wir haben dann am nächsten Tag wieder trainiert, weil es auch im Sinne von Thomas gewesen wäre, weiterzumachen und nach vorne zu schauen." Eichhorn ist überzeugt, dass dieser herbe Verlust die Mannschaft enger zusammenschweißt.
Tobias Müller, der wieder schmerzfrei trainieren konnte, wird gegen Kirchenlaibach sein Comeback geben. Müller ist ein Führungsspieler und mit ihm stehen auch Nico Teufel sowie Matthias Kodisch wieder zur Verfügung. Teufel hat seine Schulterverletzung auskuriert, Kodisch ist jetzt bei der Bundeswehr in Weiden stationiert und damit eher abkömmlich als bei seinem Standort in Norddeutschland.
"Damit ist jetzt wieder mehr Qualität da, und ich habe mehr Alternativen. Die Mannschaft hat eine gute Vorbereitung absolviert und das letzte Spiel gegen die Uni-Mannschaft aus Bayreuth mit 2:0 gewonnen. Kirchenlaibach steht im gesicherten Mittelfeld - und darin kann unsere Chance liegen", sagt Eichhorn. Wer im Tor steht, entscheidet der Trainer kurzfristig: "Claudio Dresel hat unheimlich aufgeholt."
VfB Kulmbach morgen, 15 Uhr beim TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf: Dresel, Flieger - Potzel, Wagner, Wachter, Braunersreuther, Müller, Höfner, Sener, Kodisch, Limmer. Wohlfart, Kalburan, Teufel. - Es fehlen: Krauß (Rotsperre), Schneider, Lauterbach, Kratzel (2. Mannschaft). Treffpunkt: 13.45 Uhr in Kirchenlaibach oder 12.45 Uhr VfB-Sportheim.