Mit vier Nachholspielen beendet die Fußball-Kreisliga Bayreuth/Kulmbach die Winterpause. Dabei steht für den TSV 08 Kulmbach und den FC Kupferberg eine richtungsweisende Partie auf dem Programm: Beim Kellerderby im Katzbachtal werden Weichen gestellt, wer sich nach oben orientieren kann.


TSV 08 Kulmbach (14.) - FC Kupferberg (13.)
Die Nullachter stehen auf dem ersten Abstiegsrang, die Kupferberger mit einem Punkt Vorsprung auf dem Relegationsplatz. Deshalb spricht 08-Abteilungsleiter Bernd Harttig vom berühmten Sechs-Punkte-Spiel. Die Favoritenrolle schiebt er den Gästen mit ihrer guten Offensive zu und sagt: "An einem guten Tag kann ein Alexander Schu berth jede Mannschaft allein abschießen." Sein Team, so Harttig, müsse über das Kollektiv kommen. Die Spieler, die zur Verfügung stehen, hätten eine sehr gute Vorbereitung absolviert.
Nachdem sich Sascha Pfeufer bei der Stadtmeisterschaft in der Halle die Achillessehne gerissen, Ali Kilic immer noch mit den gerissenen Innenbändern im Knie zu kämpfen hat und Sebastian Herold beruflich verhindert ist, würden aber die "markanten Köpfe" fehlen. Auch Trainer Matthias Morck hat sich verletzt und ist krankgeschrieben. "Dank unserer guten Jugendarbeit können wir aber immer wieder junge, frische Spieler aus dem Hut zaubern", ist Harttig zuversichtlich.

Auf Kupferberger Seite fallen Florian Holhut (Zerrung) und Neuzugang Jürgen Tobner (Fingerbruch) aus. Martin Zosel ist an der Leiste verletzt. In der Vorbereitung hätten alle gut mitgezogen, und auch die Spiele seien "einigermaßen gut" gelaufen, so Abteilungsleiter Alfred Kolenda. Ein gutes Abschneiden, sprich ein Sieg bei den Nullachtern, wäre seiner Meinung nach besonders wichtig: "Dadurch, dass wir noch einige Nachholspiele haben, sind wir hinten reingerutscht." Er weiß aber, "dass es eine ganz schwere Aufgabe wird".


TSV Stadtsteinach (16.) - SC Hummeltal (7.)
Der Vorsitzende des Schlusslichts TSV Stadtsteinach, Georg Stöckel, ist sich sicher: "Wir werden eine ganz andere Mannschaft sehen als vor der Winterpause." Gegen den Kronacher Kreisligisten FSV Ziegelerden gab es im letzten Testspiel einen 8:0-Erfolg. Insgesamt könne man mit der Vorbereitung sehr zufrieden sein. "Die Leistungsträger sind wieder da und die Neuzugänge gut integriert, was aber auch nicht schwierig war", so Stöckel. Hinten habe der TSV sowieso schon ganz gut gestanden, die Rückkehrer Maximilian Schu berth und Paul Waljaew würden nun auch offensiv mehr Möglichkeiten eröffnen. Zudem ist Alexander Stöckel nach langer Verletzungspause wieder fit und hat gegen Ziegelerden fünfmal getroffen. Gegen den SC Hummeltal, der zum Auftakt gleich ein richtiger Prüfstein sei, fehlen nur Marek Fara und Konstantin Schmidheissler.


St. Johannis Bayreuth (11.) - FC Marktleugast (5.)
Nachdem das Nachholspiel des FC Marktleugast beim SC Hummeltal am vergangenen Wochenende ausgefallen ist, hat der Tabellenfünfte ein Testspiel gegen den Kreisklassisten TSV Bischofsgrün bestritten und auf schneebedecktem Boden in Schauenstein mit 7:0 gewonnen. Ein Ergebnis, das Spielertrainer Jan Ballmert aber keinesfalls überbewertet wissen will. Am Sonntag soll Marktleugast bei St. Johannis Bayreuth spielen, möglicherweise auf dem Hartplatz. "Mal abwarten, wie ihre Studenten da sind. Das Hinspiel war eng, diesmal wird es nicht anders sein", sagt der FC-Coach, der immer noch Probleme mit der Achillessehne hat. Ebenso fraglich ist der Einsatz von Daniel Schramm (Leistenprobleme) sowie der kranken Thorsten Küfner und Daniel Kolb.

In der vierten Partie stehen sich der TSV Engelmannsreuth und Bavaria Waischenfeld gegenüber.