Das hat sich Norbert Groß aus Kasendorf gedacht als er noch eine Festanstellung hatte.

Als Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks in Kulmbach und als einer der fünf örtlichen Einsatzleiter im Katastrophenfall im Landkreis hat er mit diesen Themen regelmäßig und unmittelbar zu tun. Nicht nur einmal hat er gesehen, was passiert, wenn die großen Sicherheitsthemen in Firmen und Privathaushalten einfach ignoriert oder stiefmütterlich behandelt werden.


Kräftig investiert

Als er im vergangenen Jahr aus seiner Firma ausgeschieden ist, hat er schnell seine Chance gewittert und sich selbstständig gemacht. Er bietet Beratung und Service zu den Themen an, in denen er sich auskennt.

"Alles was mit Sicherheit zu tun hat", erzählt er stolz. "Brandschutz, Arbeitsschutz, Datenschutz und so weiter." Um die Firma aufzubauen, hat er schon kräftig investiert. In der Kulmbacher Straße in Kasendorf hat er ein Grundstück gekauft und darauf ein kleines Firmengebäude errichtet. Darin sollen Schulungen stattfinden und dort werden auch die Büroräume untergebracht sein.

Auch die Zahl der Mitarbeiter soll wachsen. Seit kurzem arbeitet mit Ingo Oberhäuser eine Vollzeitkraft mit. Zwei weitere Mitarbeiter sind in Teilzeit beschäftigt.

Auch wenn Ingo Oberhäuser und Norbert Groß auf Dauer große Schulungen anbieten wollen - jetzt in der Anfangsphase werden auch kleine Brötchen gebacken. Ein wichtiges Aktionsfeld ist zurzeit die Installation und der Vertrieb von Rauchmeldern und Feuerlöschern.


Zu unrentabel

Mehrere Firmen haben dem Neustarter NEG auch ihre kompletten Aufgaben im Bereich Brandschutz übertragen. "In ganz Oberfranken haben wir nur zwei Firmen gefunden, die diesen Service überhaupt angeboten haben".

NEG macht regelmäßige Begehungen, überprüft und wartet, erstellt Flucht- und Rettungspläne und berät Unternehmen, wie sie den Schutz von Mitarbeitern und Kunden verbessern können. "Für viele Betriebe ist es einfach zu unrentabel, einen eigenen Mitarbeiter zum Brandschutzbeauftragten zu machen. Derjenige braucht ja Schulungen und Qualifikationen - und wenn es das Unternehmen verlässt, ist auch das Know-how weg."

Bei den Betrieben, die auf die Ausbildung eigener Brandschutzbeauftragten setzen, bildet NEG die Brandschutzhelfer dazu aus. Überhaupt soll die Ausbildung und Qualifizierung in Zukunft einen hohen Stellenwert bekommen.

"Jedermann sollte zum Beispiel mit einem Feuerlöscher umgehen können - sich einmal Gedanken darüber gemacht haben, was man macht, wenn es plötzlich im Haus brennt. Da können kleine Hinweise viel bewirken!"


Feuertrainer angeschafft

Norbert Groß hat dazu eigens einen Feuertrainer angeschafft, mit dem das Löschen nachgestellt werden kann. Fürs nächste Jahr hat Groß große Pläne. Bis zu acht Mitarbeiter sollen es mittelfristig werden - und dann soll auch im Bereich Datenschutz, Thermografie und Unternehmensberatung mehr gemacht werden.