Außen eine Treppe aus Stühlen, die auf das leicht gewölbte Dach zu einer rosafarbenen Veranda führt. Innen ein Bett zum Hochziehen, ein Tisch, eine Andeutung von Kochnische und eine Krimskramsschublade, in die kurioser Weise immer alles passte, was man gerade brauchte. Nicht zu vergessen: neben der Eingangstür die sprechende Ukulele mit blinkenden Augen namens Klaus-Dieter. Na, dämmert's?

Der blaue Bauwagen aus "Löwenzahn" war auch mein Traum-Zuhause, damals, als Elfjähriger. Peter Lustig, den Bewohner des Idylls, konnte man nur beneiden. Eine Räuberhöhle auf vier Rädern, mitten in der Natur und trotzdem auch das nötige Quäntchen Zivilisation drumrum.

Als die Meldung verbreitet wurde, dass Peter Lustig mit 78 Jahren gestorben ist, war das alles wieder da vor dem inneren Auge. Nicht nur die blaue Latzhose, die Nickelbrille und der Bart, sondern auch die Erinnerung an eine Zeit, in der das (öffentlich-rechtliche) Fernsehen auf wunderbar unterhaltsame und zugleich unaufdringliche Weise seinem Bildungsauftrag nachkam. Wenn Peter Lustig dem Geheimnis der Gravitation nachspürte oder klärte, warum Fliegen an der Decke landen können, ohne runterzuplumpsen: Das war für uns Kinder jener Zeit das Höchste. Klingt komisch, ist aber so.

Liebes ZDF: Jetzt komm' in die Gänge und sende das, was Du am besten kannst: Wiederholungen! Ab ins "Löwenzahn"-Archiv und rein mit den Folgen ins laufende Programm. Für diese Zweitverwertung im Zweiten zahle ich sogar mal gerne den Rundfunkbeitrag.