QR-Codes: Grabstein für den Geheimdienst

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Foto: Patrick Pleul/dpa
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Kennen Sie die kleinen schwarz-weiß gepunkteten Kästchen, die seit einiger Zeit auf fast jeder Produktverpackung prangen? Das sind sogenannte QR-Codes. Und für die gibt es jetzt eine ganz neue und ganz ungewöhnliche Anwendungsmöglichkeit.

Kennen Sie die kleinen schwarz-weiß gepunkteten Kästchen, die seit einiger Zeit auf fast jeder Produktverpackung prangen? Das sind sogenannte QR-Codes.

Man nehme sein Smartphone mit einer speziellen App, fotografiere den Code und lasse ihn vom Handy entschlüsseln. Schwupp, schon landet man auf einer Website im Internet, die alle Informationen über das Produkt aufzeigt.

In Kanada werden die Codes zum Beispiel in Museen eingesetzt, damit Besucher alles über das Ausstellungsstück im Netz lesen können. Der neueste Trend in Deutschland sind jedoch die "Grabmale des 21. Jahrhunderts", bei denen auf Wunsch ein QR-Code in den Grabstein eingemeißelt oder extra angebracht wird.
Angehörige gestalten dann zu Ehren des Verstorbenen eine Trauerseite mit Fakten und Bildern, auf die alle neugierigen Friedhofsbesucher verlinkt werden können.

Gibt es überhaupt Menschen, die mit dem Smartphone Gräber 1#googleAds#100x100 fotografieren und die "Homepages" der Toten betrachten? Würde die geliebte Oma wirklich ihren Lebenslauf im WorldWideWeb wissen wollen? Wenn die Trauernden nicht aufpassen, machen sie uns in der letzten Ruhestätte noch zum "gläsernen Menschen" - oft ungewollt. Den amerikanischen Geheimdiensten würde es jedenfalls gefallen.