Neugierig steht das kleine Mädchen auf der Straße vor unserem Garten, wo ich gerade die vom Regen niedergemetzelten Rosenblüten zusammenfege, und späht suchend umher. "Was suchst du denn?" - "Eine Pfütze!" Dabei zeigt sie stolz auf die rosa Stiefelchen.Leider habe ich nur eine kleine Lache anzubieten - die Asphaltschicht in unserem Straßenabschnitt ist leidlich in Schuss.

Doch die Kleine ist begeistert und hüpft mit fliegenden Löckchen und roten Wangen so lange in der Pfütze herum, bis kein Tropfen mehr drin ist.

Der Opa steht nebendran und grinst, und auch ich amüsiere mich über den Enthusiasmus des Mädchens. Das habe ich als Kind auch leidenschaftlich gerne gemacht.

Als der Spaß vorbei ist, winkt Anne mir zum Abschied fröhlich zu: "Danke!" - "Wofür denn?", frage ich. "Na, für die Pfütze!"