Radwandern wird immer beliebter. Klar, die deutschen Senioren sind ja auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Fit wie nie. Außerdem muss man sich ja dank E-Bikes kaum noch plagen.

Auch im Raum Kulmbach freut man sich über immer mehr Radwanderer. Von den Quellen des Roten oder Weißen Mains bis zur Mündung in den Rhein sind es etwa 550 Kilometer, gespickt mit vielen Kultur- und Naturerlebnissen. Der Main-Radwanderwegist mittlerweile der zweitbeliebteste seiner Art n Deutschland.

Die Radler wollen natürlich die schönsten Ecken einer jeden Region entdecken. Klar, dass die Verantwortlichen der Stadt Kulmbach sie durch unsere malerische Altstadt lotsen wollen. Nicht umsonst wurde ja 2013 der Mühlkanal wieder in Main umgetauft. Und auch die Geschäftsleute haben sicher nichts gegen radelnde Touristen in der Stadt.

Ärgerlich nur, wenn die Beschilderung nicht passt, wie unser Leser Rüdiger Baumann diese Woche zurecht kritisierte. Ratlose Radfahrer, die er zuhauf vor einem Bauzaun an der Flutmulde sah, behalten Kulmbach sicher nicht in bester Erinnerung.

Ein Höhepunkt des Main-Radwanderweges im Landkreis nach der Kulmbacher Altstadt ist zweifellos der Zusammenfluss von Rotem und Weißem Main bei Steinenhausen. Doch während die Radler, die entlang des Roten Mains fahren, automatisch dort vorbeigelotst werden, führt die zweite Route am Weißen Main von Kulmbach direkt nach Mainleus. Statt dem Mainzusammenfluss sehen die Touristen Autohäuser und Möbelmärkte entlang der B 289. Liegt's vielleicht daran, dass die Radler vom Mainzusammenfluss wieder rückwärts strampeln müssten, weil es von dort keine Verbindung über Pölz nach Mainleus gibt? Und warum gibt's die eigentlich nicht?