Auf einer Wiese kann man spielen, sonnenbaden - oder die Zutaten für ein leckeres Essen sammeln. Wer sich auskennt, findet dort eine große Auswahl von Wildkräutern, die gut schmecken und obendrein gesund sind. Welche das sind, das wollten die Mitglieder der Juniorakademie des Museumspädagogischen Zentrums im Mönchshof lernen. Gelegenheit dazu bekamen sie bei einer Einladung in den Garten von BR-Redakteurin Dagmar Besand im Rahmen der Aktion "Die Traumgarten AG". Für 15 Kinder und Jugendliche gab es einen Nachmittag lang nichts Spannenderes als den Boden unter ihren Füßen.

Kräuterpädagogin Silvia Gumbrecht aus Wilmersreuth zeigte, welche Blätter und Blüten essbar sind und wann und wo man sie pflücken darf.
Maja Herrmann und Jule Günther machten sich sofort an die Arbeit und inspizierten jedes Kräutlein zwischen den Gräsern.


Mit geübtem Blick


Schnell füllte sich ihr Schüsselchen. "Wenn man weiß, wonach man suchen muss, findet man das Richtige", sagte Jule. Finian Eichner probierte jedes Kraut, bevor er mehr davon pflückte: "Ich wusste gar nicht, dass ein Gänseblümchen so gut schmeckt", sagte er.

Neben Gänseblümchen wanderten Löwenzahn und Brennnesseln in die Sammelbehälter, ebenso Vogelmiere, Giersch und Gundermann. Dazu ein paar Schlüsselblumenblüten und Veilchen. Sie machten die Mischung schön bunt.

Vor der Verarbeitung prüfte die Kräuterexpertin sorgfältig alles Gesammelte, damit nicht versehentlich Ungenießbares im Essen landete. "Ihr dürft nur sammeln und essen, was ihr genau kennt", ermahnte Silvia Gumbrecht die Kinder, "denn auf fast jeder Wiese gibt es auch giftige Pflanzen".

Die Kids hatten allerdings gut aufgepasst und nur Brauchbares gesammelt. Das wurde im Garten sofort frisch verarbeitet: Die Wildkräuter und Blüten wurden klein geschnitten und gehackt: Eine Hälfte mischten die Kinder unter Anleitung von Juniorakademie-Leiterin Uschi Prawitz mit Quark, der zusätzlich mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt wurde. Die zweite Hälfte wurde zu einer Kräuterbutter verarbeitet.

Die Kinder waren überrascht, wie lecker das "Unkraut" ist und ebenso begeistert von der vorbereiteten selbst gemachten Kräuter-Limonade.

Und zum Abschluss trug jedes Kind noch vorsichtig ein besonderes Abschiedsgeschenk mit nach Hause: Ein Topinamburpflänzchen, das im Sommer viele schöne Sonnenblumenblüten treibt. Im späten Herbst und Winter können dann die leckeren Knollen geerntet und verspeist werden.

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