Die Icebucket-Challenge, bei der sich Facebook-Nutzer Eiswasser über den Kopf kippten, sich dabei filmen ließen und dann für einen wohltätigen Zweck - in Kulmbach für den Familientreff Negeleinstraße - Geld spendeten, war gestern. Aktuell kursiert in Kulmbach die so genannte "Pekita"-Challenge.


Patriotische Essensspende Kulmbacher Ideologen für die Tafel


Ausgedacht hat sich das Wort "Pekita" Kabarettist Manfred Spindler vom Kulmbacher Kleinkunstbrettlat. Mit den umstrittenen Montagsdemonstrationen hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Die Abkürzung steht vielmehr für "Patriotische Essensspende Kulmbacher Ideologen für die Tafel".

Die neue Facebook-Challenge hat zum Ziel, Lebensmittel für die Tafel zu sammeln.
Jeder, der von Freunden nominiert wird, sollte haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Konserven und ähnliches im Wert von drei Euro spenden. "Die Anlieferung kann montags und donnerstags jeweils von 13 bis 15 Uhr erfolgen", sagt Elfriede Höhn, die Vorsitzende der Kulmbacher Tafel.


355 Kilogramm das Ziel


"Die Idee stammt von der Nudel-Challange, die anderswo kursiert", erklärt Alexander Bischoff, selbst ein begeisterter Tafel-Mitarbeiter. Diese Aktion habe in Hanau beispielsweise 355 Kilogramm Lebensmittel erbracht. "Diese Marke wollen wir Kulmbacher knacken, und das möglichst schnell."

Bischoff war der erste, der die Challenge weiter verbreitet hat und er ist auch derjenige, der das Facebook-Nutzerprofil "Pekita" zugunsten der Kulmbacher Tafel" bei Facebook betreut.


Anke Seiffert von Friseur Walther nominiert

Am besten soll nicht nur die Forderung, Lebensmittel zu kaufen, erfüllt werden. Die Teilnehmer sollten möglichst zudem noch ein Foto von der Übergabe der Lebensmittel bei der Tafel in dem sozialen Netzwerk posten.

Tatsächlich sind die ersten Lebensmittelspenden bereits in der Blaicher Straße ein. Anke Seiffert ist mit Töchterchen Smilla in die Räume der Kulmbacher Tafel gekommen, um ihre Nudelpakete abzugeben. "Mein Lieblingsfriseur Frank Walther hat mich nominiert", lacht Anke Seiffert und lässt sich nicht lumpen. Für sie war es eine Ehrensache, die drei Euro für einen guten Zweck zu investieren.


Der Bedarf ist ungebrochen


"Wir haben schon einen ganzen Karton. Aber die haltbaren Lebensmittel können wir immer gebrauchen", erklärt Elfriede Höhn. Aktuell habe man ohnehin einen Engpass. "Ich hoffe, dass auch Firmen oder Schulklassen an der Challenge teilnehmen. Auch Spenden von Leuten, die kein Facebook haben, sind willkommen", sagt Elfriede Höhn und betont, dass der Bedarf an Lebensmitteln ungebrochen ist. Vor allem haltbare Dinge würden selten gespendet.

Übrigens: Diejenigen, die die Challenge erfolgreich absolviert haben, dürfen drei weitere Kandidaten nominieren. "Das ist ja nichts Schlimmes. Drei Euro hat eigentlich jeder übrig", sagt Alexander Bischoff und hofft auf einen Mega-Erfolg.