Der neue Geh- und Radweg entlang der B 289 bei Kulmbach ist eröffnet. Die Strecke schließt eine Lücke im Radwegenetz der Region.
Das Staatliche Bauamt Bayreuth hat am Mittwoch (12. August 2026) den neuen Geh- und Radweg entlang der B 289 zwischen Burghaig und Kulmbach offiziell für den Verkehr freigegeben. Die rund 560 Meter lange Verbindung schließt eine Lücke im regionalen Radwegenetz und schafft erstmals einen sicheren höhenfreien Anschluss an den bestehenden Main-Radweg.
"Mit dem neuen Geh- und Radweg schaffen wir mehr Sicherheit, bessere Verbindungen und eine attraktive Alternative zum Auto. Davon profitieren die Menschen in Kulmbach und der gesamten Region", sagte Uwe Zeuschel, der Leiter des Staatlichen Bauamts Bayreuth, bei der Freigabe des neuen Weges. Gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Kulmbach, Jonas Gleich, dem Kulmbacher Oberbürgermeister, Dr. Ralf Hartnack, Vertretern der Geistlichkeit, des Staatlichen Bauamts und Bürgerinnen und Bürgern nahm er die Freigabe des neuen Weges vor.
Der 2,5 Meter breite Geh- und Radweg verläuft von Burghaig in Richtung Kulmbach parallel zur B 289 und schließt bei der Unterführung kurz vor der Theodor-Heuss-Allee (St 2190) erstmals höhenfrei an den Main-Radweg an. Eine rund 400 Meter lange Betonschutzwand trennt den Rad- und Fußverkehr vom Fahrzeugverkehr auf der Bundesstraße. Zusätzlich wurden sechs Straßenleuchten sowie eine beleuchtete Querungsinsel eingerichtet. Sie dient der sicheren Überquerung der Bundesstraße für Fußgänger und ist vor allem für die Nutzung der gegenüberliegenden ÖPNV-Haltestellen gedacht. Im Zuge der Baumaßnahme wurde außerdem die Verkehrsführung auf der B 289 angepasst und der Ausfahrstreifen Burghaig/Melkendorf zurückgebaut. Die neue Gestaltung sorgt für eine übersichtlichere Verkehrsführung und verbessert die Querungssituation.
Mehr Sicherheit und ganzjährige Befahrbarkeit
Mit der neuen Trasse wird der Radverkehr konsequent vom schnellen Durchgangsverkehr der B 289 getrennt. Damit entsteht insbesondere vor dem Hintergrund vergangener Unfallereignisse eine höhenfreie und damit deutlich sicherere Verbindung für Radfahrer und Fußgänger.
Ein weiterer Vorteil ist die hochwasserfreie Führung: Im Gegensatz zu Wegen in unmittelbarer Flussnähe bleibt der neue Geh- und Radweg auch bei schlechter Witterung und Hochwasser des Mains weitgehend ganzjährig befahrbar.
Investition in die regionale Infrastruktur
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 450.000 Euro. Davon entfallen rund 445.000 Euro auf die Baukosten und etwa 5.000 Euro auf den Grunderwerb. Die Bauarbeiten begannen am 7. April 2026 mit der Umlegung des Verkehrs auf der B 289. Die letzten Restarbeiten wurden Anfang August abgeschlossen. Die Ausführung übernahm das Bauunternehmen Anton Höllein GmbH aus Bamberg.
Während der Bauzeit war keine Vollsperrung der Bundesstraße erforderlich. Der Verkehr wurde an der Baustelle vorbeigeführt. Parallel zur Baumaßnahme ergänzte Bayernwerk das Mittelspannungsnetz und verlegte ein 20-kV-Kabel.
Dank und Anerkennung galten allen Projektbeteiligten, insbesondere auch den Verkehrsteilnehmern und Anliegern für ihr Verständnis während der Bauzeit.
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.