"Brand im real-Markt", heißt es bei der Alarmierung. Das Feuer ist offenbar in der Elektroverteilung des Warenlagers ausgebrochen. Innerhalb weniger Minuten steht das Gebäude in Flammen. Und im Inneren des Marktes sind noch Kunden.

Mit zehn Fahrzeugen rückte die Feuerwehr Kulmbach am Montagabend zu dem Horrorszenario an. Eine Übung, die es in sich hat. "Wir haben die Aktion zur Brandschutzwoche extra kurz vor Ladenschluss geplant", so Einsatzleiter Michael Weich.

Viele Kassiererinnen und Kunden wussten nichts von der Übung und waren sichtlich überrascht. Obwohl der Alarm erst wenige Minuten vor Geschäftsschluss abgesetzt wurde, befanden sich noch 35 Menschen im real-Markt. Doch die Räumung funktionierte professionell. Zwei Frauen hielten die Stellung, kassierten noch ab und kamen dann an die Sammelpunkte auf dem Parkplatz.


Draußen unterdessen lief die komplette Rettungsmaschinerie an: Die Feuerwehr Kulmbach rückte mit zwei Drehleitern, Schwerem Atemschutz und zwei Tanklöschfahrzeugen an. Zehn Fahrzeuge und 40 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Auch das BRK war dabei. "Wir haben einen Verletzten im Inneren des Gebäudes gefunden", erklärte der Einsatzleiter.

Die Feuerwehr handelte professionell und schnell. Die Aktiven setzten Kohlendioxid-Löschgeräte zur Bekämpfung des Brandes in der Elektroverteilung ein. Schon nach wenigen Minuten stand die Wasserversorgung. Mit beiden Drehleitern spritzten die Männer von oben auf das Gebäude. Im Fachjargon bedeutet dies, dass sie eine Widerstandslinie zum Hauptgebäude aufgebaut haben.


Nach einer Stunde unter Kontrolle

Schon nach einer Stunde war der "Vollbrand" unter Kontrolle. "Auch die Zeiten waren ansprechend: Allen Anforderungen konnte Genüge geleistet werden", stellte Kreisbrandinspektor Thomas Limmer fest.

Auch Kreisbrandrat Stefan Härtlein war mit dem Ablauf der Übung und dem Engagement der freiwilligen Rettungskräfte höchst zufrieden. "Vor allem war es positiv, dass auch eine Räumungsübung initiiert worden ist. Das ist sicherlich eine gute Sache, um auch innerhalb des Markes den Ablauf zu testen", so Härtlein.

Bei der Großübung waren auch der Kulmbacher Verwaltungsrat für die Feuerwehren, Ralf Hartnack, sowie Dritter Bürgermeister Frank Wilzok und Stadtrat Michael Pfitzner vor Ort - und zeigten sich beeindruckt.