In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Hochschulrat der Universität Bayreuth im Kulmbacher Rathaus getagt. Dabei wurde dieses Universitäts-Gremium umfassend über die Pläne einer 7. Fakultät informiert.

Der Hochschulrat der Universität Bayreuth ist eine Art Aufsichtsrat und begleitet die langfristige Entwicklung der Universität. Unter der Leitung des Vorsitzenden Dieter Engels, Präsident des Bundesrechnungshofs a.D., befasste sich das Gremium intensiv mit der Ausrichtung der Uni Bayreuth am Standort Kulmbach. Der Hochschulrat sieht eine große Chance für die Universität Bayreuth im Themenfeld "Lebenswissenschaften - Lebensmittel und Gesundheit".

Danach stand das künftige Campus-Gelände auf dem Programm: Mit großem Interesse ließ sich das Gremium von OB Henry Schramm (CSU) bei einem Rundgang durch die Stadt verschiedene Flächen vorstellen. In Augenschein genommen wurden dabei u.a. das Kaufplatzareal, die ehemalige Spinnerei und das Güterbahnhofsgelände. Viele der Mitglieder, die aus ganz Deutschland kommen, waren zum ersten Mal in Kulmbach. OB Henry Schramm: "Wir haben sehr viel positives Feedback bekommen. Wichtig waren dem Gremium vor allem Innenstadtnähe, eine gute ÖPNV-Anbindung und die räumliche Verknüpfung mit dem künftigen Behördenzentrum in der ehemaligen Spinnerei."


Jetzt geht's ums Geld

Nachdem die Universität in der Zwischenzeit Arbeitsgruppen zur Verfeinerung des Konzepts eingesetzt hat, gilt es nun, die entsprechenden Gelder für den Aufbaustab vom Freistaat bewilligt zu bekommen. Hierzu hat Kulmbach OB bereits erste Gespräche mit den zuständigen Stellen in München geführt. Auch dort, so Schramm, ist die Bereitschaft, das Projekt schnellstmöglich zum Laufen zu bringen, groß.

Im Rahmen der Sitzung in Kulmbach wählte der Hochschulrat auch einen Nachfolger für den scheidenden Vorsitzenden Dieter Engels. Mit Adalbert Weiß übernimmt der ehemalige Amtschef des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst den Vorsitz.

Präsident Leible: "Herr Dr. Weiß kennt die Entscheidungswege und Voraussetzungen im Ministerium besser als viele andere. Das ist gerade auch im Hinblick auf unser Kulmbacher Projekt, das Herr Dr. Weiß befürwortet, von unschätzbarem Wert."