Wenn man derzeit in den deutschen Medien Berichte über die Landwirtschaft hört oder liest, dann könnte man den Eindruck gewinnen, die Deutschen stünden kurz vor dem Verhungern. Die Kartoffelernte sei dahin, der Weizen auf dem Feld geschimmelt, heißt es.

Ganz so schlimm ist es natürlich nicht, wie der Kulmbacher Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Winfried Löwinger, gegenüber der BR mitteilt. "Die Ernte ist in diesem Jahr knapp durchschnittlich. Aber die Spannweite ist groß", sagt er. Will heißen: Futtermittel, Mais, Gras und so weiter wachsen in diesem Jahr extrem gut. "Da holt die Natur das wieder rein, was im vergangenen Jahr wegen der Trockenheit zu wenig wachsen konnte," erklärt Löwinger. Dafür sieht es zum Beispiel beim Weizen tatsächlich etwas schlechter aus. Dramatisch ist die Situation laut Löwinger allerdings auch nicht.