Auch sie stehen unter Strom: Energieversorger, die in Zeiten, in denen viele online Verträge abschließen, um Kunden buhlen. Und die dafür, wie ich in dieser Woche gesehen haben, auf Vergleichsportalen erstaunliche Angebote präsentieren. Mit Sofort- und Neukundenboni wird gelockt, Abschlags- und Arbeitspreisrabatte werden geboten - neuerdings gibt es LED-Lampen der Partner-Elektronikkette oder ein Zeitungs-Abo als Zuckerl.

Ist das seriös?

Ob das seriös ist??? Eines steht jedoch außer Frage: Wer den Anbieter wechselt, wird belohnt: Beim Neuabschluss eines Vertrags kann eine mehrköpfige Familie mit 4000 Kilowattstunden Jahresverbrauch schon mal 300 Euro sparen. Statt 1300 beim alten "nur" 1000 Euro beim neuen Energieversorger berappen - ein Strom-Schnäppchen für alle, die wechselwillig sind, die bei aller Freude aber eines nicht verpassen dürfen: den Kündigungstermin, der im neuen Vertrag festgelegt isst. Lässt man den außer Acht, verlängert sich der Vertrag nach der vereinbarte Laufzeit automatisch - und dann wird es auch beim günstigen Anbieter teuer.

Jahr für Jahr zu wechseln, zahlt sich auf dem Konto aus. Und wer dem alten Anbieter nachtrauert, kann nach zwölf Monaten Pause ja zurückkehren. Dann gilt man auch dort als Neukunde und wird mit Vergünstigungen geködert. Ein irres Geschäft, doch beim Strom es ist heute leider wie bei vielen anderen Verträgen: Treue zahlt sich nicht mehr aus. Alexander Hartmann