"Wir wollen da entsprechend noch Druck im Vorfeld für einen guten Abschluss machen", begründet Dominik Datz von Ver.di Oberfranken die Aktion. Dass sich die Gewerkschaft den real-Markt als Austragungsort herausgepickt hat, hat einen besonderen Grund, sagt Datz: "Das Unternehmen hatte Mitte Juni den Tarifaustritt erklärt. Das wollen sich die Mitarbeiter nicht bieten lassen."

Die Beschäftigten machten ihrem Unmut über den Schritt Luft. Den Slogan "real - einmal hin, alles drin" wandelten sie um in "einmal hin, nichts mehr drin". Man wolle nicht weiter der Lastesel sein und frage sich, ob die Beschäftigten dem Unternehmen nichts mehr wert seien. Nach Auskunft der Kulmbacher Filiale waren neun Beschäftigte dem Streikaufruf gefolgt.

Unterstützt wurden die real-Beschäftigten von Mitarbeitern von Kaufland, Markgraf und Netto aus Hof sowie Kollegen von Wöhrl aus Bayreuth. Die Kundgebung soll gegen Mittag enden.