Sie war das Gesicht der Fernsehsendung "Die Höhle des Löwen", wo sie mit ihren Wasch- und Abschminkpads ("Waschies") großen Erfolg hatte. Nun wird Carolin Schuberth zur Botschafterin der Ausbildungsmesse "Abitura", die am Samstag, 8. Februar, ab 9.30 Uhr im Caspar-Vischer-Gymnasium (CVG) über die Bühne geht.

Erstmals werden bei der Begrüßung die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nicht allein unter sich sein. Aussteller, Schüler und Eltern sind eingeladen der offiziellen Eröffnung beizuwohnen, die in diesem Jahr mit einer Neuerung aufwartet. In einer moderierten Gesprächsrunde wird Carolin Schuberth gemeinsam mit Michael Ihnen, einem weiteren Kulmbacher Start-Up-Unternehmer, den Zuhörern zeigen, dass man auch in der vermeintlichen Provinz durchstarten kann. "Sie und viele andere werden den Besuchern erzählen, warum es sich lohnt, hier zu arbeiten", sagte Vorsitzender Clemens Dereschkewitz vom Arbeitskreis Schule/Wirtschaft beim Pressegespräch zur Ausbildungsmesse im Landratsamt.

Schuberth verriet einen Grund, warum sie nicht in ein Ballungszentrum wechseln würde: "Weil ich im Landkreis Kulmbach als Unternehmerin und Mutter, Beruf und Familie gut unter einen Hut bringen kann." Wenn jemand Mut, Kreativität und Power habe, dann könne er auch im östlichen Oberfranken etwas auf die Beine stellen und vom Start-Up-Gründer zum erfolgreichen Unternehmer werden, war sich Vorsitzender Michael Pfitzner vom Arbeitskreis Schule/Wirtschaft, der den Bereich Schule vertrat, mit allen Anwesenden einig.

Von der Veranstaltung ging aber noch eine weitere Botschaft aus: Die Ausbildungsmesse "Abitura" richtet sich erstmals nicht nur an zukünftige Abiturienten und Fachabiturienten, die vor der Frage stehen "Ausbildung oder Studium?", sondern auch an alle jene, die nach Arbeit, Ausbildung oder Studium in der Ferne mit dem Gedanken liebäugeln, "in die Aufschwung- und Mutmacherregion, in der es sich schön leben lässt, zurückzukehren", wie es stellvertretender Vorsitzender Hans-Peter Brendel vom Arbeitskreis Schule/Wirtschaft wörtlich formulierte.

Landrat Klaus Peter Söllner untermauerte die Feststellung mit konkreten Zahlen: "Seit 2007 haben wir 3000 Einwohner verloren, aber 5100 Arbeitsplätze geschaffen." Das zeige, so der Redner, dass der Landkreis ein attraktiver Wirtschaftsstandort sei. Söllner freute sich darüber, dass die "Abitura" die im jährlichen Wechsel an den beiden Kulmbacher Gymnasien und dem beruflichen Schulzentrum stattfindet, wieder an das CVG zurückkehrt, wo 2014 alles begonnen habe. Zudem strich er heraus, dass man sich mit 79 Ausstellern wieder dem Rekordwert von 83 Ausstellern aus dem Jahre 2018 nähere.

Schon Neuntklässler kommen

Oberstudiendirektorin Ulrike Endres berichtete davon, dass bereits Schüler aus den neunten und zehnten Klassen die Messe, zu der wieder Hunderte von Besuchern erwartet werden, zu einem Hineinschnuppern in die Arbeitswelt nutzen würden. "In der 11. Klasse werden dann die Berufsideen schon konkreter."

Schulrat Michael Hack, der als stellvertretender Vorsitzender den Bereich Schule vertritt, freute sich mit Blick auf die durchlässige bayerischen Schullandschaft darüber, dass es neben der normalen Ausbildungsmesse, die immer im Herbst eines jeden Jahres im beruflichen Schulzentrum stattfindet, noch eine weitere Veranstaltung speziell für Abiturienten und Fachabiturienten gebe.