Die Kollegin legt mir Post auf den Tisch. Adressiert an mich persönlich - auch wenn mein Name nicht ganz korrekt geschrieben ist.

Was ich sehe, ärgert mich: eine große Tasche aus Luftpolsterfolie, darin eine braune Papiertüte zum Aufreißen. Eine von diesen Tüten mit eingebauten Plastikschienen, die man nach dem Öffnen wiederverschließen kann. Innen mit einer metallisch glänzenden Beschichtung. Sehr aufwendig, so alles in allem.

Was ich in der aufwendigen Verpackung finde, wundert mich: eine Einladung zu einem Pressetermin, verbunden mit einem Lunch und einem "Tasting-Rundgang" (was ist das?) unter dem Motto "Kauf lokal". Unter diesem Motto haben sich offensichtlich viele Geschäfte zusammengeschlossen, die mit diesem Slogan um Kunden werben wollen.

Soweit so gut. Aber das zweite Motto offenbart, dass diese Einladung für mich wenig Sinn ergibt: "GemeinsamFuerMuenchen". Und genau dort spielt sich das Ganze auch ab.

Wer immer gemeint hat, mich zu diesem Event einladen zu müssen.... Ihm oder ihr sei gesagt: "Kauf lokal" ist schon lange mein persönliches Motto. Und zwar in solchen Läden, in denen ich meine Ware einfach so kriege. Ohne Luftpolsterfolie, ohne beschichtete und mit Plastik aufgepeppte Einwegtüten. Einfach so - in den Einkaufskorb oder den Stoffbeutel. Da ziehen meine Lieblingsgeschäfte und ich durchaus an einem Strang. Nicht "GemeinsamFuerMuenchen". Sondern gemeinsam für die ganze Umwelt.