Die Döllnitzer sind, was Baustellen anbelangt, leidgeplagt. Täglich rollt vor allem während des Berufsverkehrs eine Autolawine durch den Kasendorfer Ortsteil. Kommt ein Lastwagen entgegen, gerät der Verkehr in der engen Ortsdurchfahrt oft ins Stocken.

Im Juni ist es so zu einem Verkehrsinfarkt gekommen. Da die B 85 bei Forstlahm-Nord und die Staatsstraße 2189 am Kasendorfer Berg zeitgleich Baustellen und gesperrt waren, hat sich noch mehr überörtlicher Verkehr durch das Nadelöhr gezwängt. Die Folge: Oft ging in Döllnitz gar nichts mehr.
Seit ein paar Tagen bekommen die Döllnitzer nun wieder eine Baustelle zu spüren. Die liegt diesmal aber vor der eigenen Haustür.
Nicht die ob der großen Verkehrsbelastung seit vielen Jahren geforderte Umgehung wird gebaut - das Geld fließt in den Untergrund.


Markt investiert 54 000 Euro

Die Licht- und Kraftwerke (Luk) Helmbrechts verlegen Erdgasleitungen, der Markt Kasendorf erneuert selbst für 54 000 Euro die Wasserleitungen. "Die alten Leitungen waren marode. Um Kosten zu sparen, führen wir die Maßnahme parallel zum Gasleitungsbau durch", sagt der Kasendorfer Bürgermeister Bernd Steinhäußer.


Bis 11. November

Noch bis 11. November dauern die Arbeiten an, die zwar Baulärm mit sich bringen, Döllnitz aber vom Durchgangsverkehr entlasten. Denn die Straße ist bis dahin für den überörtlichen Verkehr gesperrt.
Die Umleitung erfolgt über Kasendorf und Thurnau. Wie Bernd Steinhäuser mitteilt, sind der Hofladen von Bernd Rahm und die Physiotherapiepraxis von Anja Weiss weiterhin erreichbar.


Die zweite Baustelle

Früher abgeschlossen werden die Arbeiten auf der ebenfalls gesperrten Kreisstraße KU 31 zwischen Kasendorf und Zultenberg. Dort werden schon seit Beginn der Sommerferien die Wasser-, Abwasser- sowie Gasleitungen erneuert.

Bürgermeister Bernd Steinhäuser rechnet damit, dass die Kreisstraße nach Abschluss der Deckenbauarbeiten in gut zwei Wochen wieder befahrbar sein wird.