Die zwei Seiten der Werbung

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Beispielfoto: Heinz Marr
Beispielfoto: Heinz Marr

Nervig ist das, richtig nervig: Kaum sind 15 Minuten von dem "Blockbuster" über die Pay-TV-Mattscheibe geflimmert, da ist es auch schon wieder vorbei mit der häuslichen Fernseh-Freude über den einst erfolgreichsten (und noch nie gesehenen) Kino-Streifen aller Zeiten: Werbung!

Und zwar nicht zu knapp. Gefühlte 20 Minuten dauert es, bis der Testsieger im Zahnbürsten-Wettbewerb, der beste Klo-Reiniger weltweit oder die schonendste Haarspülung für Frauen ab 40 in tollen Filmchen präsentiert sind - um 30 Minuten später schon wiederholt zu werden. Zum Aus-der-Haut-fahren ist das.

Ein bisschen erträglicher ist es, wenn das abendliche Fernseh-Vergnügen ohnehin getrübt ist, weil der Familienrat mehrheitlich ausgerechnet das dusseligste Programm des Tages ausgesucht hat. Während einige Programmplätze die Sendung des Tages läuft, singen irgendwelche Goldkehlchen im Wettstreit durchs heimische Wohnzimmer. Zum Aus-der-Haut-fahren ist das.

Und es geht sogar noch schlimmer. Wie am vergangenen Samstag: Kaum machen die Goldkehlchen Werbepause und das richtige Programm ist herbeigezappt, da passiert das Unfassbare: Dieser Thomas Müller schießt nach Verlängerung das 2:0 gegen den BVB. Ist das nicht zum Aus-der-Haut-fahren?