Haben Sie die Meldung auch gesehen? Auf, oder besser gesagt unter den Färöer-Inseln, wurde ein mehr als zehn Kilometer langer Unterwassertunnel gebaut, der die Hauptstadt Tórshavn mit der Insel Eysturoy verbindet, und das Ganze sogar mit einem - Achtung, jetzt kommt's - unterirdischen Kreisverkehr!

Potzblitz, diese Wikinger! Habe ich mir gedacht und fast etwas beschämt gedanklich in Richtung Kulmbacher Innenstadt geschielt. Während wir uns also Tag für Tag durch das Miniatur-Kreiselchen am Eku-Parkplatz quetschen und bei der Horror-Kreuzung Kronacher-/Albert-Ruckdeschel-/E.-C.-Baumann-Straße weiterhin vergeblich auf einen Kreisverkehr warten dürfen (weil dort angeblich zu wenig Platz ist!), rauschen die rund 48 500 Färöer ab sofort also in den Tiefen des Nordatlantiks durch einen großzügig ausgelegten, stimmungsvoll illuminierten Unterwasser-Kreisverkehr.

Wie war das doch gleich mit Deutschland als dem Land der hohen Ingenieurskunst? Vielleicht sollten wir uns da besser mal von den pfiffigen Nordlichtern eine Scheibe abschneiden, aber eine runde bitte!

Eine Chance haben wir in Kulmbach ja noch, denn am Fuß des Klinikumsbergs soll bald der dritte Stadt-Kreisel entstehen. Und wie heißt es doch so schön: aller guten Dinge sind drei!