"Willst du ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten." So heißt es in einem chinesischen Sprichwort. Alle, die gern in der Erde wühlen, säen, pflanzen und Blumen und Gemüse beim Wachsen zuschauen, wissen, was damit gemeint ist.

Natürlich gibt es Menschen, für die Gartenarbeit nur lästige Plackerei ist, eine notwendige Pflicht, die man erledigt, weil es ums Haus rum einigermaßen ordentlich aussehen soll. Aber für viele ist ihr Garten eine Oase, ein Raum, der mehr Energie gibt, als er kostet.

Solche Menschen stellt die Bayerische Rundschau in ihrer Serie rund ums Gartenjahr vor. Wir gehen mit Kindern auf Wildkräutersuche, bauen Hochbeete und eine Kräuterschnecke und gehen der Frage nach, wie viel Fläche und Zeit man braucht, um ein Stück weit zum Selbstversorger werden zu können.

Dafür holen wir uns Tipps bei Profis und probieren die Tricks leidenschaftlicher Hobbygärtner aus. Auch Natur- und Artenschutz werden Themen sein und nicht zuletzt die Psychologie: Warum macht das Schuften im Garten, das Wühlen in der Erde, glücklich und zufrieden?


Ein Opa mit zwei grünen Daumen


Ich habe die Garten-Leidenschaft wohl von meinem Opa Karl geerbt. Der hatte zwei grüne Daumen, tipptopp organisierte Gemüsebeete mit reichen Ernten. Die Freude, die er noch im hohen Alter am Gärtnern hatte, war einfach ansteckend. Schon als Kindergarten-Zwerg hatte ich mein eigenes kleines Beet. Ich habe dort Erdbeeren und Petersilie genascht, mit den Fingern Erbsen aus der Schote direkt in den Mund gepult und meine Salat- und Möhren-Ernte stolz in die Küche getragen. Bis heute verbinde ich mit diesen frühen Garten-Erlebnissen schöne Erinnerungen.

Als Erwachsene hatte ich viele Jahre leider keinen Garten zur Verfügung. Auf der Terrasse fanden ein paar Pflanzkübel für Blumen, Kräuter und Tomaten Platz. Das war's.


Ideenbörse für Selbermacher


Geträumt habe ich immer von etwas anderem: einem großen Garten voller Obstbäume, Blumen und Gemüsebeete, mit lauschigen Sitzplätzen, vielleicht einem kleinen Teich mit Libellen und Froschkonzert.

Jetzt habe ich die Chance bekommen, das zu verwirklichen: Ich konnte ein großes Grundstück kaufen, auf dem ich mich austoben kann. Mit "groß" meine ich: sehr groß! 4000 Quadratmeter, das meiste davon ein steiler Hang.

Das Gelände ist durch und durch eine Herausforderung. Es ist ein Wildwuchs-Dschungel, viele Jahre sich selbst überlassen. Hier wird mein grünes Paradies entstehen! Und weil geteilte Freude vielfache Freude ist, gibt es jetzt "Die Traumgarten AG". Die neue Serie auf infranken.de ist gedacht als Ideenbörse und Diskussionsforum für alle Genießer, Tüftler, Sparfüchse, Blumenliebhaber und Selbstversorger, die ihr privates Stückchen Natur lieben, ihr Garten-Wissen teilen und Neues lernen möchten.

Wenn Sie einen schönen Garten oder ein spannendes grünes Projekt haben - laden Sie mich doch mal ein! Die schönsten Geschichten, Ideen und Praxisbeispiele stellen wir in der BR vor.

Die Traumgarten AG mit vielen Themen und Aktionen ist auch auf Facebook.