Seit März war er eingerüstet und den Blicken der Kulmbacher entzogen. In dieser Woche wurde abgerüstet - acht Monate dauerte die 450.000 Euro teure und zu 90 Prozent mit öffentlichen Mittel geförderte Generalsanierung des Roten Turms.

Jetzt sieht man, dass Handwerker, Ingenieure, Restauratoren und Stadtverwaltung ganze Arbeit geleistet haben. Es wurden enorme Schäden an der Substanz beseitigt. Und der 27 Meter hohe Wohnturm mit Spitzhelm, im Kern um 1300, bekam vor allem sein historisches Aussehen wieder: die rötliche Färbung des Sandsteins durch eine Kalkschlämme. Dieser rötliche Überzug bildet eine Schutzschicht und festigt die Steinoberfläche.

Spaziergänger am Schießgraben konnten sich bereits davon überzeugen, dass die Schönheitskur dem Roten Turm sehr gut bekommen ist. Das Kulmbacher Wahrzeichen ist nicht mehr verhüllt - einfach ein schöner Anblick, wie der Turm die (noch weitgehend geschlossene) Dachlandschaft der Altstadt überragt.