Zwar waren in den Sommerferien Bodenbelags- und Malerarbeiten vorgesehen, doch der Gemeinderat war sich am Dienstagabend einig, dass die Dachreparatur Vorrang hat. Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU) wurde ermächtigt, die Arbeiten an den günstigsten Anbieter zu vergeben.

Sollte die Sanierung nicht so teuer kommen wie angenommen, will der Gemeinderat auch den Bodenbelag eines Klassenzimmers in den großen Ferien noch erneuern lassen.

Bergstraße stark beschädigt
Die Bergstraße weist im Einmündungsbereich zur Siedlungsstraße auf einer Fläche von 231 Quadratmetern große Schäden auf, die eine Sanierung durch eine Fachfirma erfordern. Weiterhin sind 840 Quadratmeter der alten Asphaltschicht der Hauptstraße von der Zufahrt der Firma Braunersreuther bis zur Einmündung in die B 289 abzufräsen und neu einzubringen.
Das gleiche gilt für einen Teilbereich von 117 Quadratmeter der Ortsstraße "Am Bahnhof". Dazu lag jeweils ein Angebot der Guttenberger Straßenbaugesellschaft (GSG) auf dem Tisch.

Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU) machte aber darauf aufmerksam, dass im diesjährigen Etat nur noch rund 9000 Euro für Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung stehen und der Gemeinderat auch noch nicht wisse, wie der Markt in der Endabrechnung mit der Oberen Marktstraße belastet wird. Alles andere wären überplanmäßige Ausgaben, die vom Gremium zu genehmigen wären.

"Das schlechteste Stück ist der obere Teil der Hauptstraße", sagte Tobias Braunersreuther (SPD). Doch Petra Popp (CSU) entgegnete: Dort wird jetzt schon zu schnell nach Ludwigschorgast reingebraust. Gerade die Schadstellen bremsen die Geschwindigkeit."

"Dann können wir momentan nur die Bergstraße machen, und alles andere kommt dann nach und nach dran", antwortete Braunersreuther, der sich für die Aufstellung einer Prioritätenliste aussprach.

Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag nur für die Sanierung des Einmündungsbereichs Bergstraße/Siedlungsstraße zum Preis von 10 823 Euro an die Firma GSG.

Ohne Gegenstimme wurde die Jahresrechnung 2013 festgestellt, die unter dem Vorsitz von Tobias Braunersreuther örtlich geprüft wurde. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 1,2 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 250 000 Euro. Dem Vermögensetat wurde 75 849 Euro zugeführt, der Sollüberschuss beläuft sich auf knapp 162 000 Euro.

Thema Überschwemmungen
Ein Thema waren auch die erneuten Überschwemmungen, die infolge des Starkregens von Kupferberg herunter durch in Arnitz im Bereich der Hauptstraße aufgetreten sind. Hermann Hildner (CSU) plädierte für, mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts und des Staatlichen Bauamts einen Ortstermin zu vereinbaren, um Auffangmöglichkeiten zu erörtern.

Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani trat plädierte dafür, ein Ingenieurbüro zu beauftragen, dass dazu Vorschläge erarbeiten soll.

"Die Starkregen nehmen immer mehr zu", stellte Tobias Braunersreuther fest, der als direkter Anlieger des Unterlaufs der Arnitz ein Lied von den Überflutungen singen kann.