Kulmbach
Energiekrise

"Nebenkosten fressen einen auf": Fränkischer Kino-Betreiber reduziert Öffnungszeiten drastisch

Seit ein paar Wochen laufen die Renovierungsarbeiten im Cineplex Kulmbach. Trotzdem hat das Kino mit einigen Problemen zu kämpfen. Sogar die Öffnungszeiten mussten deutlich angepasst werden. Inhaber Werner Kampe erklärt, was das für Besucher bedeutet.
Kulmbach: Cineplex-Betreiber reduziert Öffnungszeiten drastisch - "Kosten fressen einen auf"
Das Cineplex Kulmbach muss seine Öffnungszeiten deutlich anpassen. Neben den hohen Energiekosten gibt es auch andere Probleme. Foto: Cineplex-Kulmbach
  • Cineplex Kulmbach: Öffnungszeiten unter der Woche drastisch reduziert
  • "Nebenkosten fressen einen auf": Energiekrise macht Kino-Betreiber zu schaffen
  • Rückgängige Besucherzahlen - "Kinder haben einfach nicht mehr die Zeit"

Im Kulmbacher Cineplex-Kino laufen seit einigen Wochen die Renovierungsarbeiten. "Es soll schöner werden", sagt Kino-Betreiber Werner Kampe. So sollen in zwei Sälen etwa neue Stühle angebracht werden. "Die Leute müssen sehen, dass wir noch vorhanden sind". Trotz Erneuerungen hat das Kino mit einigen Problemen zu kämpfen. Welche das sind, erklärt Kampe im Gespräch mit inFranken.de.

Cineplex Kulmbach: Kino schränkt seine Öffnungszeiten erheblich ein - das sind die Gründe

Die Sanierungsmaßnahmen sollen dem Kulmbacher Kino vor allem neue Besucher bescheren. "Die Renovierung ist natürlich eine feine Sache für unsere Gäste", hält Kampe fest. Doch seit längerer Zeit hat das Cineplex immer weniger Besucher. "Leuten wird gesagt, sie sollen sparen und nicht mehr weggehen", gibt der Kino-Betreiber zu bedenken. Zudem sei seit Sommer "kein richtiger Kinderfilm mehr herausgekommen". Hinzu kommen, dass die jüngere Generation allgemein nicht mehr so oft ins Kino gehe. "Kinder haben einfach nicht mehr die Zeit - auch durch den Nachmittagsunterricht".

Ein weiterer Grund sei die Energiekrise für das Kino. "Natürlich sind bei uns die Energiekosten ein riesiger Faktor, da gehts ja nicht nur um die Beleuchtung", erklärt Kampe. Auch Heiz- und Kühlkosten seien deutlich gestiegen. In die kommende Herbst- und Wintersaison, in der die Corona-Pandemie wieder ein Thema werden könnte, blickt er trotz Energiekrise zuversichtlich. "Ich glaube auch nicht, dass Corona noch mal so schlimm wird. Das muss man auf sich zukommen lassen. Es sind eher die Energiekosten das Problem", betont der Kino-Betreiber. Zwar versuche man "alles, um einzusparen und technisch was zu verändern, das ist aber nicht so einfach". 

"Alles wird teurer, allen wird suggeriert, dass sie sparen sollen und da fängt man an, am Fortgehen zu sparen", berichtet Kampe weiter. Die Folge: Das Cineplex Kulmbach musste seine Öffnungszeiten deutlich reduzieren. Um Kosten einzusparen, habe das Kino "unter der Woche nur noch abends geöffnet. Nachmittagsfilme haben wir auf das Wochenende begrenzt. Die Nebenkosten fressen einen auf, bei geringen Besucherzahlen".