Neun Tage lang wurde in Kulmbach gefeiert. Der Bierstadl wurde bei der 66. Kulmbacher Bierwoche das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt und lockte zigtausende Gäste aus Nah und Fern an.
Zu den Höhepunkten gehörten neben dem festlichen Auftakt mit Anstich der Festzug der Fanclubs am Sonntag und der Tag der Generationen am Dienstag.

Getrübt wurde die Partystimmung der Kulmbacher durch den tragischen Tod zweier junger Männer, die am ersten Fest-Wochenende im Freibad ums Leben kamen.

Die Kulmbacher Brauerei als Veranstalter der traditionsreichen Mega-Party ist zufrieden: "Das frühherbstlich-warme Wetter hat in dieser Woche der Kulmbacher Bierkultur und fränkischen Lebensart gut mitgespielt", so Markus Stodden, Sprecher des Vorstands der Kulmbacher Brauerei in einer Pressemitteilung zum Bierfest-Abschluss. "Wir sind mit dieser Bierwoche und der guten Feststimmung, die im und um den Bierstadl herum herrschte, sehr zufrieden."
Über Besuchermangel konnte
n die Veranstalter nicht klagen, lediglich der Biergarten im Außenbereich der Kapuziner-Ecke war in der ersten Wochenhälfte wegen der kühleren Temperaturen in den Abendstunden etwas geringer frequentiert.


Vereine und Stimmungsbands


Für Feierlaune haben jeweils ab der Mittagszeit die heimischen Musikvereine mit zünftiger Blasmusik gesorgt, abends ließen es Stimmungsbands wie die "Isartaler Hexen" oder die "Stoa pfälzer Spitzbuam" richtig krachen. Der Stadl kochte.

Ein großes Lob spricht Markus Stodden den Festwirten sowie allen Bedienungen aus, die im Lauf der Woche Enormes geleistet hätten. "Aber auch allen Mitarbeitern, ganz besonders unseren Fahrern und Schanktechnikern, die jeden Tag im Einsatz waren, um unseren Gästen ein schönes Fest zu bieten, danken wir sehr für ihre Leistungsbereitschaft."

Nicht zuletzt dankt der Brauerei-Sprecher den Mitarbeitern von Stadt und Landkreis, die für einen reibungslosen Ablauf sowie für Ordnung und Sauberkeit gesorgt und damit ihren Teil zum Gelingen eines stimmungsvollen Fests beigetragen haben.

Aus der Sicht des BRK Kulmbach gestaltete sich die Bierwoche erfreulich ruhig. Die Helfer kümmerten sich mit Unterstützung von DLRG und Malteser Hilfsdienst vor allem um kleinere Schnittverletzungen und Insektenstiche.

"Es gab keine schweren Verletzungen oder Erkrankungen", so Maximilian Türk vom BRK Kulmbach. Insgesamt hätten weniger Menschen Hilfe gesucht als in früheren Jahren.

"Die Einführung der Segways zur Unterstützung unserer Fußstreifen für weitere Strecken stellte sich als Bereicherung heraus", sagt Türk. "Den Einsatz der Segways werden wir im nächsten Jahr sicherlich noch einmal intensivieren."


Fünf schliefen in der Arrestzelle


Auch Polizeichef Gerhard Renk ist mit dem ruhigen Verlauf der Bierwoche zufrieden. Die meisten Autofahrer zeigten sich vernünftig. Nur sechs Alkoholsünder mussten die Beamten aus dem Verkehr ziehen. Ganz ohne Aggressionen ging es leider bei der Bierwoche nicht ab. Einige Sachbeschädigungen wurden von der Polizei registriert. Insgesamt fünf Männer wurden nach Streitigkeiten auch den Polizeibeamten gegenüber aggressiv und mussten eine Nacht in der Arrestzelle der Polizeiinspektion verbringen.