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Kulmbach
Burggeflüster

Arbeiten von zuhause aus hat durchaus Tücken

Wer einmal geglaubt hatte, Arbeiten von zuhause aus, sei der erstrebenswerte Zustand künftiger Tage wird aktuell vielleicht eines Besseren belehrt.
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Foto: Christin Klose/dpa
Foto: Christin Klose/dpa

Dass es auch jenseits des Kleinkinds, das immer wieder beschäftigt werden will, wie es meine Kollegin Romy Denk gestern beschrieben hat, deutliche Nachteile im Vergleich zum Arbeitsplatz geben kann, habe ich in den zurückliegenden Wochen selbst erlebt. Unbestreitbare Vorteile, wie das Arbeiten im legeren Jogging-Anzug (den Schlafanzug, den mein Kollege Alexander Hartmann noch an hatte, wie er beschrieben hat, habe ich dann doch ausgezogen) oder die nachmittägliche Kaffeepause im Familienkreis stehen lahmenden Datenleitungen, wegbrechenden Handyverbindungen und deutlich zu kleinen Bildschirmen gegenüber.

Von störenden Abstimmungsgesprächen über die Einkaufsliste - "Oh, dass Du um 11.30 Uhr eine Telefonkonferenz hast, wussten wir gar nicht" - über den Cursor, der in Zeitlupe über den Bildschirm zockelt - bis hin zum Problem des hohen Zeitaufwands, das komplette Team und überhaupt alles über Mail, Bildschirm-Nachricht und Telefon zu koordinieren, sind mir (zu) viele Nachteile aufgefallen. Die Stunde Autofahrt, die ich mir am Tag spare, machen sie tatsächlich nicht wett.

Jetzt sitze ich also wieder im Büro - und bin von der Vorstellung, zu Hause kreativer, schneller und effektiver arbeiten zu können, zunächst einmal geheilt. Arbeiten von zuhause aus ist möglich - und wenn nötig, funktioniert es auch. Smarter allerdings arbeitet sich's - für mich jedenfalls - im Büro (Schreiben Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen an Bayerische Rundschau, E.-C.-Baumann-Straße 5, 95326 Kulmbach, oder an redaktion.kulmbach@infranken.de).