Sicherheit vor Geschwindigkeit: Diesem Grundsatz folgte Eva-Maria Müller mit ihrem Antrug, in dem sie eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Ortsdurchfahrt beantragte - zumindest vom Marktplatz Richtung Netto-Markt. Der Antrag wurde zwischenzeitlich dem Landratsamt und der Polizei zur Prüfung vorgelegt. "Nach Rücksprache sind nur Einzelabschnitte zum Beispiel bei der Schule, Kindergarten oder Altenheim zulässig", informierte Bürgermeister Peter Hänel (FW).

Zweiter Bürgermeister Jens Korn (CSU) regte an, sich über eine Geschwindkeitsanzeige zu informieren. Vor allem an den beiden Ortseingängen würden die Fahrer kräftig aufs Pedal drücken. Eberhardt Braunersreuther (FW) meinte, dass auch kleine Verkehrsinseln oder Schwellen die zu schnellen Fahrer bremsen könnten. Hänel verwies darauf, dass trotz Umgehungsstraße doch noch ein enormer Durchgangsverkehr gerade mit Holztransportern oder Lieferautos herrsche. Auf die Idee von Bernd Stöcker (CSU), mehr Schilder aufzustellen, sagte Hänel, dass ein Schilderwald nicht das Wahre wäre und man damit "mit Kanonen auf Spatzen" schießen würde. Peter Düthorn (FW) regte an, dass die Polizei mehr Laserkontrollen an den Ortseingängen machen solle. Abschließend erklärte Hänel, dass die Verwaltung ein Konzept erstellen und die verschiedenen Möglichkeiten prüfen werde.

Wie Frank Jakob von der Verwaltung erklärte, sei die neue Fernwirktechnik in der Abwasseranlage seit 26. Oktober in Betrieb. "Mit dieser neuen Anlage hat man von der Kläranlage aus alle Pumpwerke im Griff. Das ist eine große Erleichterung und vor allem eine Kostenersparnis", sagte Jakob.


Großer Handlungsbedarf

Nachdem es seit 2011 Personalprobleme im Bereich der Grünland- und Baumpflege innerhalb des Bauhofes gibt, mussten für 2012 teilweise Fremdfirmen eingesetzt werden. Es stellte sich nun die Frage, ob für 2013 diese Vorgehensweise beibehalten werden soll. Wie Josef Holzmann von der Verwaltung informierte, sei der zuständige Mitarbeiter im Bauhof für längere Zeit krank. Deshalb bestünde dieses Problem auch im kommenden Jahr. Hinzu komme der nicht gerade neueste Maschinenpark für die Grünlandpflege. Hier bestehe großer Handlungsbedarf. "Wenn wir es im Bauhof weiter selbst machen wollen, müssen wir einen Gärtner einstellen und den Maschinenpark erneuern", machte Holzmann deutlich. Jens Korn und Eberhard Braunersreuther hielten die Privatisierung der Grünlandpflege für sinnvoll. Ob alle Flächen vergeben werden oder kleinere Arbeiten beim Bauhof bleiben, sei zu prüfen. Hans-Jochen Vandrey (SPD) regte an, für die Pflege kleinerer Pflanzflächen die Bürger mit ins Boot zu nehmen. Das Gremium entschied sich einstimmig dafür, die Privatisierung der Grünlandpflege weiter voranzutreiben.

Der Antrag von Reinhard Müller-Gei auf Ausweisung eines Vorranggebietes für Windkraft im Bereich Geuser-Kreuzstein sorgte für Diskussionsstoff. Im ursprünglichen Konzept, das von der Energievision Franken ausgearbeitet wurde, fand dieses Gebiet keine Beachtung. Nun hat sich herausgestellt, dass die angrenzenden Gebiete bei Presseck und Reichenbach im Landkreis Kulmbach weitergeleitet wurden an die regionale Prüfungsstelle. Die benachbarten Flächen im Landkreis Kronach wurden hingegen nicht berücksichtigt. Der Stadtrat will nun eine Prüfung durch den regionalen Planungsverband Oberfranken West.