Informationen des Bürgermeisters: Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) feiert am 29. Januar seinen 50. Geburtstag. Er lud alle Gemeinderäte sowie die Bevölkerung ein zu einem Empfang von 10 bis 14 Uhr im Haus des Gastes.
Vergaben: Für das Projekt Nordhalben Village wurden die Arbeiten für Heizung und Sanitär an die Firma Schuberth Haustechnik in Nordhalben und die Elektroarbeiten an die Firma Elektro Feuerpfeil in Ludwigsstadt vergeben.
Breitbandausbau: Die Ausschreibungen für den Breitbandausbau im Außenbereich wird das Büro IKT ausführen.

Quellen Nordhalben - Wasserrecht Die Quellen in Nordhalben, eine unendliche Geschichte könnte man meinen. Nachdem der Vorwurf des "Schwarzbaus" widerlegt worden war, steht noch das angeblich fehlende Wasserrecht im Fokus. Nach Aussage der Behörden existiert im Bereich der Quellen kein Wasserrecht des Marktes Nordhalben. Die Gemeinde sagt jedoch, dass es dieses Recht schon sehr lange gibt. Es soll nun über ein Anwaltsbüro eine Feststellungsklage erfolgen, um dieses Problem endgültig zu klären. Bereits mit Beschluss vom 6. September 2016 beschloss das Gremium einstimmig, einen Anwalt zu beauftragen für das Verfahren und die Beweisführung des Wasserrechts. Michael Wunder (CSU) fragte nach, welche Kosten anfallen und wie es dann weitergehe. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) konnte vermelden, dass die Klage in erster Instanz von der Versicherung gezahlt und für Nordhalben nur 250 Euro anfallen. Das Konzept sei gut aufgestellt der Bayerische Prüfungsverband habe aufgrund der Zahlen des Wassermeisters die Vorarbeiten gemacht.
Manfred Köstner (CSU) fragte nach den Investitionen, wenn man diese wissen würde, könnte man alles besser einschätzen. Rudolf Ruf (CSU) meinte, die 250 Euro seien kein Problem, aber dann müsse darum gekämpft werden, das Wasser der Quellen einleiten zu dürfen. Und hier kann sein, dass alles bisher Durchgeführte für die Katz gewesen ist. Bürgermeister Michael Pöhnlein sagte, dass es noch die gehobene Erlaubnis gebe, ohne Wasserrecht einzuleiten, aber das sei ein Thema, mit dem man sich erst beschäftigen solle und werde, wenn man das Wasserrecht wirklich nicht haben bzw. bekommen werde.
Für Ludwig Pötzinger (FW) war Fakt, dass man es probieren müsse. "Wir brauchen das Altrecht Wasser, um ans Netz gehen zu können. Aber aktuell haben wir kein Risiko, wenn wir damit aufs Gericht gehen", sagte Pötzinger. Mit vier Gegenstimmen wurde beschlossen, die Feststellungsklage zu stellen und das Wasserrecht vor Gericht zu klären.

Beschlüsse
Freiwillige Feuerwehr: Nordhalben Einstimmig bestätigt wurden vom Marktgemeinderat die beiden neugewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Nordhalben. Kommandant ist nun Daniel Pöhnlein, sein Stellvertreter Thorsten Schuberth.
Standesamt: Einstimmig wurde Sven Schuster zum Standesbeamten des Marktes Nordhalben bestellt.

Spenden: Ebenfalls einstimmig wurde die Annahme der Spenden aus 2017 vom Gremium beschlossen.

Chance für Nordhalben?
Bürgermeister Pöhnlein regte eine Informationsfahrt des Marktgemeinderates und interessierter Bürger in die Biodiversitätsgemeinde Tännesberg in der Oberpfalz an. Es soll sich ein Bild vor Ort gemacht werden, um so ein Projekt möglicherweise auch in Nordhalben zu verwirklichen. Pöhnlein meinte, nachdem man Waldgebiet 2017 war, der Nationalpark große Diskussionen ausgelöst hatte und wertvolle Naturgrundstücke vorhanden seien, könne man doch versuchen, etwas daraus zu machen. Nach der Infofahrt werde man sich zusammensetzen und diskutieren, ob dies auch in Nordhalben möglich sein könnte. Es müsste jedoch viel Unterstützung aus der Bevölkerung kommen, vor allem in Bezug der Organisation, da dies von der Verwaltung nicht geschultert werden könne.
Michael Wunder (CSU) und Horst Schmidt genannt Wolf (FW) konnten den Vorschlag grundsätzlich begrüßen, legten aber Wert darauf, nach der Fahrt den Vorschlag durchzudiskutieren und es dürfe den Pflichtaufgaben der Gemeinde nicht schaden. Die Informationsfahrt wurde einstimmig beschlossen.

Anfragen: Manfred Köstner (CSU) und Rudolf Ruf (CSU) baten im Namen einiger Bürger, die an sie herangetreten waren, um bessere Informationen wenn es wieder mal Schwierigkeiten mit dem Trinkwasser geben sollte. Vor allem die Gaststätten und ältere Menschen seien unzureichend informiert gewesen. Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger entgegnete, dass alles mit dem Gesundheitsamt abgesprochen und nach dem Notfallplan abgelaufen sei. Den Vorschlag, die Feuerwehr mit Mikrofonen einzusetzen, fand er nicht so gut, da hier erst eine Panik ausgelöst werden könne, wenn jemand die Durchsage nicht richtig verstehe. Bürgermeister Pöhnlein versicherte, man werde mit den Behörden Kontakt aufnehmen und schauen, was sich verbessern lasse.