Steinwiesen
Aktion

Was ist denn fair?

Beim Weltgebetstag in der Steinwiesener St. Johanniskirche ging es um das Thema Gerechtigkeit.
Das Weltgebetstagsteam bei den Vorbereitungen: Claudia Völk, Ingrid Renk und Kathrin Schneider-Gremer (von links) schmücken den Altar. Foto: Susanne Deuerling
Das Weltgebetstagsteam bei den Vorbereitungen: Claudia Völk, Ingrid Renk und Kathrin Schneider-Gremer (von links) schmücken den Altar. Foto: Susanne Deuerling
"Mabuhay - Willkommen" - so begrüßten die Frauen des Weltgebetstagsteams die zahlreichen Besucherinnen beim Weltgebetstagsgottesdienst in der St. Johanniskirche in Steinwiesen. Gestaltet wurde er in diesem Jahr von Frauen auf den Philippinen.


Kraftquelle Solidarität

Und sie fragten: Was ist fair, Wie bekommen sie Gerechtigkeit? Wie bekommen sie einen gerechten Lohn für die viele Arbeit, die sie leisten, wie bekommen sie eine gerechte Entschädigung bei Katastrophen? Und wie wird das Land gerecht verteilt, damit jeder eine Existenzgrundlage besitzt? Dafür kämpfen die philippinischen Frauen. Dabei ist Solidarität ist ihre Kraftquelle und der Glauben eine wertvolle Hilfe. Beim Einzug hatten die Frauen Symbole und Gegenstände, die typisch für die Philippinen sind, zum Altar gebracht: Das Weltgebetstagsplakat, die Landkarte, das Kreuz und die Bambuspflanze, der Regenschirm als Zeichen der Regenzeit und Bananen für die Früchte des Landes. Auch die Bibel und eine Kerze gehören dazu. Zum Schluss wurde eine Waage in die Mitte des Altares gestellt. Sie ist das Zeichen für Gerechtigkeit, das zentrale Thema des Weltgebetstages 2017.
Die Lesung aus dem Matthäus-Evangelium, die Geschichte vom Besitzer des Weinberges, der Arbeiter suchte und alle am Ende des Tages gleich entlohnte, egal wie viele Stunden sie gearbeitet hatten, stand im Mittelpunkt der Betrachtung. Gedanken der Arbeiter werden Wirklichkeit, am Ende wird jedem klar, dass es den, der zuerst angefangen hat zu arbeiten, auch als Letzten hätte treffen können. Aber was schließlich zählt, ist, dass jeder Arbeit gefunden hat, sie haben eben alle "Glück gehabt". Und so schließt sich der Kreis, es werden die Letzten wie Erste und die Ersten wie Letzte sein.


Symbol Reis

Reis ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel auf den Philippinen, er ist aber auch das Zeichen für Gottes befreienden Geist. Als Zeichen für die Besucherinnen des Gottesdienstes wurde jede mit einem kleinen Tütchen Reis beschenkt.
Daniela Krumpholz mit ihrer Gitarre und Ingrid Renk auf der Orgel sorgten für die passende Musik. Mit Kokoskuchen, Tee und Piña Colada klang der Gottesdienst aus. Die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2018 kommt aus Surinam.