Feuerrote Haare, Schweineschnäuzchen und viele blaue Wunsch-Punkte: Das quirlige, freche Sams wählt sich den schüchternen Herrn Taschenbier zum "Papa" und wirbelt dessen wohl geordnetes Leben eine Woche lang tüchtig durcheinander. So kommt er bei seiner unausstehlichen Vermieterin Frau Rotkohl, beim Einkauf in einem großen Kaufhaus oder bei der Arbeit im Büro von einer Verlegenheit in die Nächste.

Aber das Sams kann auch Wünsche erfüllen. Vor allem aber verhilft es seinem "Papa" zu wichtigen Einsichten und neuem Mut. Und da ein Sams nur von Samstag bis Samstag bleiben kann, wird Herrn Taschenbier bald richtig bang ums Herz.

Das Sams ist vor allem von Paul Maars beliebter Buchreihe bestens bekannt.
Die Schulspielgruppe, bestehend aus Jungs und Mädchen aller Jahrgangsklassen, zeigte eine urkomische Fassung des ersten Buchs "Eine Woche voller Samstage".

Unter der Regie des Schulleiters Ulrich Weiß waren Rollen verteilt, Kulissen gemalt, Kostüme gebastelt und Texte gelernt worden. All die Mühen der vergangenen Wochen hatten sich gelohnt: Das Publikum lachte in der Schulturnhalle Wilhelmsthal Tränen bei den frechen Streichen des Sams, seinen aberwitzigen Reimen und den respektlosen Dialogen insbesondere mit Frau Rotkohl, einer echten Furie. Ein echter Brüller war beispielsweise die Szene, wie sie auf dem Schrank sitzt und nicht mehr herunterkommt.

Frech und gefräßig

Herrn Taschenbier ist sein ungebetener Mitbewohner zunächst peinlich, zumal das Sams grundsätzlich alles frisst, was ihm unter den Rüssel kommen. Dazu singt es gerne freche Lieder und nimmt auch sonst kein Blatt vor den Mund; und Regeln kennt er schon gar nicht. Kein Wunder also, dass Herr Taschenbier erst einmal versucht, das Sams mit allen Mitteln loszuwerden.

Doch das soll sich bald ändern: Je länger das Sams bei ihm bleibt, desto lieber gewinnt er es - und das liegt nicht nur daran, dass das Sams quasi als Wunschmaschine Wünsche erfüllen kann. Und am Schluss wird aus dem ehemals viel zu braven, ängstlichen Herrn Taschenbier ein mutiger, selbstbewusster Mensch, der sich behaupten kann.

Am Ende gab es Applaus für die quirlig aufspielende Schulspielgruppe rund um die drei Hauptakteure Sophie (Sams), Emma (Herr Taschenbier) und Angelina (Frau Rotkohl), die nicht nur die Kinderherzen im Sturm erobert hatten.