Heidi Beyerle freut sich schon riesig auf ihre erste Übungsstunde. Seit 35 Jahren gibt sie für die Volkshochschule (VHS) Kurse in autogenem Training. Immer wieder mal hat der Ort hierfür gewechselt. Nun steht aber die Rückkehr ins Herz der VHS an. "Die Kursteilnehmer sind schon alle gespannt", stellt Beyerle fest. Denn endlich kann der Übungsbetrieb in den Räumen der generalsanierten Volkshochschule beginnen.

"Ich habe sie mir schon einmal angeschaut", erzählt Beyerle vom ersten Blick in die Gesundheitsstudios, wo sie künftig ihre Kurse halten wird. Diese Räume sind für sie ein Hit. Die Sanierung hat dem stark in die Jahre gekommenen Schulhaus ihrer Ansicht nach richtig gut getan. "Mit den zusätzlichen Fenstern sind die Räume lichter geworden. Es sieht jetzt alles frisch und hübsch aus." Auch funktionell sei das Gebäude dem ersten Eindruck nach "für alle Kurse bestens geeignet".

Ein Gewinn für die VHS

Beyerle findet mit dieser Meinung bei Annegret Kestler Bestätigung. "Wir haben jetzt wirklich ganz andere Möglichkeiten, was die Rahmenbedingungen für unser Kursangebot betrifft", bestätigt die Leiterin der Kronacher Volkshochschule bei einem Rundgang. Hier die alte Treppe, dort historische Fenster. Hier ein neuer Bodenbelag, dort eine hochmoderne EDV-Anlage. Kestler schwärmt davon, wie der Charme des alten Schulgebäudes erhalten werden konnte, gleichzeitig aber die Ausstattung und die Barrierefreiheit auf einen zeitgemäßen Stand gebracht wurden.

Im September 2017 war die Geschäftsstelle der VHS in ihre provisorischen Räume umgezogen, im Frühjahr/Sommer 2018 wurde der Kursbetrieb ausgelagert, um Platz für die Sanierungs- und Anbauarbeiten zu machen, die vom Landkreis Kronach eingeleitet wurden. Beim Roten Kreuz, beim ASB beim Kunstverein, bei den Kirchen, der Berufsschule und weiteren Partnern fanden die Kurse der VHS einen Unterschlupf, weshalb das Programm in den vergangenen zwei Jahren nahtlos fortgesetzt werden konnte. Auch wenn Kestler zugibt, dass es nicht so einfach war, die verstreuten Angebote zu organisieren, ist sie heilfroh über die breite Unterstützung, auf welche die Volkshochschule in dieser Zeit zählen konnte.

Rückkehr ins Schulgebäude

Inzwischen ist die Verwaltung der VHS wieder an ihre angestammte Stätte zurückgekehrt. Und mit einem Yoga-Kurs wird am kommenden Montag der reguläre Betrieb wieder aufgenommen. Damit werden auch die beiden Gesundheitsstudios gleich eingeweiht. Die hellen Räume mit dem lindgrünen Boden sind sogar mit Vorrichtungen für das sogenannte Aerial Yoga ausgestattet, wobei man die Übungen in einem Tuch hängend ausführt.

Nicht minder schick sind die hellen Seminarräume von denen sich einer - neben dem eigentlichen EDV-Raum - sogar speziell mit Laptops bestücken lässt. Das soll besonders der beruflichen Weiterbildung zugute kommen. Ein leicht zu reinigender Multifunktionsraum bietet mit seinem stabilen Mobiliar ideale Bedingungen für kreative und werkende Kursangebote.

Besonders strahlt Annegret Kestler jedoch, wenn sie den Begegnungsraum im Erdgeschoss des neuen Anbaus betritt. "Hier öffnet sich die VHS nach außen. Es wird sichtbar, was sich bei uns tut", stellt sie fest, während sie durch die breiten Glasfronten des Vortragsraums Richtung Spital schaut und die Passanten ihr vom Gehsteig entgegenblicken.

Auf Hygiene wird geachtet

Die VHS scheint für den Neustart also bestens aufgestellt. Auch wenn in Corona-Zeiten ein Hygienekonzept mit reduzierten Teilnehmerzahlen noch etwas von der Normalität vermissen lassen wird. Das Kursangebot wird darunter aber nicht leiden. Aufgrund der notwendigen Kursteilungen wird es laut Kestler eher noch umfangreicher. Das erscheint auch notwendig, weil die Menschen offenbar gerne wieder etwas unternehmen wollen.

"Es war für mich überraschend, wie unser Angebot schon angenommen wird", freut sich die VHS-Leiterin über die bereits jetzt gute Nachfrage nach den Kursen. "Die Leute warten regelrecht darauf und nehmen dafür auch Einschränkungen in Kauf."