Der Endspurt zum Auftakt des Kronacher Studiengangs Zukunftsdesign ist eingeläutet. Im kommenden Monat soll es losgehen. In den Räumen des Loewe-Verwaltungsgebäudes werden dann innovative Ideen für Unternehmen ausgebrütet. Die Fäden dabei hält die Hochschule Coburg in den Händen. Deren Projektkoordinator Tobias Beuschel erklärt, wie der Start verlaufen soll.

In welchem Stadium sind die Vorbereitungen für den Studiengang in Kronach angelangt?
Tobias Beuschel: Der berufsbegleitende Master-Studiengang Zukunftsdesign startet planmäßig am 9. März in Kronach. Die Planungen für die Studieninhalte sind abgeschlossen, und die Dozenten stehen in den Startlöchern.


Wie sind die Fortschritte in den Räumlichkeiten bei Loewe?
Die Handwerker arbeiten mit Hochdruck daran, dass alles rechtzeitig fertig wird. Die verschiedenen Seminarräume werden unterschiedliche Farbkonzepte enthalten und speziell gestaltet sein. Unser Ziel ist es, eine innovative Lernumgebung zu schaffen. Beschreibbare Wände sind nur ein Beispiel. Gemeinsam mit dem Innovations-Zentrum Region Kronach und Bayern Innovativ entsteht hier die Keimzelle für einen Innovations-Campus.

Ist die Organisation eines solchen Vorhabens "zwischen den Stühlen" - also zwischen Coburg und Kronach - besonders schwierig?
Wir arbeiten ja schon länger mit den Kronachern zusammen. Und die Zusammenarbeit mit den Beteiligten, wie dem IZK und dem Landkreis, klappt sehr gut. Hier bekommen wir viel Unterstützung. Und die Entfernung zwischen Coburg und Kronach ist ja nicht so groß, als dass sie ein großes Hindernis darstellen würde.
Etwas aufwendiger gestaltete sich die technische Anbindung des Lernortes Kronach an unser Hochschul-Netzwerk und die Servertechnologie der Hochschule in Coburg. Aber das hat unsere IT gut gemeistert.

Wie ist die bisherige Resonanz in der Öffentlichkeit, aber auch seitens der Interessenten?
Der neue berufsbegleitende Master-Studiengang wird von der Öffentlichkeit und den Unternehmen in der Region sehr positiv aufgenommen. Von vielen Seiten hören wir, dass das neue Studienkonzept genau das ist, was die Region braucht. Letzte Woche ging die Bewerbungsfrist zu Ende. Wir haben 30 Bewerber für den Studiengang. Aktuell prüft die Hochschule, ob alle die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Wir sind gespannt, wie viele dann letztendlich dabei sind. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel, mit 15 Studierenden zu starten, auf alle Fälle erreichen werden.

Lassen sich die Inhalte des Studiengangs kurz umreißen, da "ZukunftsDesign" doch eher abstrakt klingt?
Zukunftsdesign ist ein interdisziplinärer Studiengang. Hier treffen Studierende zusammen, die bereits einen ersten Hochschulabschluss - Bachelor, Magister oder Diplom - haben und aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen kommen. Sie werden in Projektgruppen zusammenarbeiten, die sich aktiv mit der Zukunft ihres Unternehmens, aber auch mit den Fragestellungen ihrer Kommilitonen auseinandersetzen. Unsere Professoren und Dozenten liefern den dazu nötigen fachlichen Input. Jede Projektgruppe bekommt zudem einen Coach an die Seite.
Unsere Studierenden bekommen viel Handwerkzeug mit, um Innovationen in ihren Unternehmen zu entwickeln. Sie sollen lernen, neue Perspektiven einzunehmen und über den Tellerrand hinauszublicken. Wir möchten, dass unsere Studierenden eine innovative Geisteshaltung entwickeln. Sie sollen lernen, Grenzen zu identifizieren, diese zu hinterfragen und zu überwinden. Wir wollen "Macher" hervorbringen, die in unserer Region Innovationen vorantreiben können und wollen.

Wie managen Sie das Lehrpersonal? Muss es zwischen Coburg und Kronach pendeln?
Ja, unsere Professorinnen und Professoren pendeln zwischen Coburg und Kronach. Aber das stellt kein Problem dar. Da es sich um einen berufsbegleitenden Studiengang handelt, wird es jeweils zu Beginn und am Ende des Semesters eine mehrtägige Blockveranstaltung geben. Dazwischen sind die Vorlesungen in einem vorher geplanten Turnus am Freitag ab 13:30 Uhr und am Samstag ganztags.

Fällt der Startschuss planmäßig?
Der Studiengang startet am 9. März um 9 Uhr in Kronach in den neu gestalteten Räumen. Am Vormittag ist Eröffnung. Und am Nachmittag geht es dann gleich los mit dem Studium, schließlich möchten sich die Studierenden ja berufsbegleitend in fünf Semestern fit machen für die Herausforderungen, die auf ihre Unternehmen zukommen.