Die Bergweihnacht rückt näher, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Stockheimer bergmännische Weihnacht ist verbunden mit einem Kunsthandwerkermarkt und dem Nikolausbesuch. Die zweitägige Veranstaltung beginnt am Samstag, 6. Dezember, 12.30 Uhr, auf dem Festplatz gegenüber dem Gasthaus "Alte Zeche".

Bürgermeister und Schirmherr Rainer Detsch wird zusammen mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Bergbaugeschichte, Gregor Förtsch, zur Eröffnung sprechen. Musikalisch umrahmt wird die Feier von einem Ensemble der Bergmannskapelle Stockheim, das von Knappen in Festtagsuniform flankiert wird. Die Heilige Barbara als Schutzpatronin der Bergleute ist anstelle des Christkindes bei der Bergweihnacht anwesend und wird dargestellt von Nathalie Häfner.



Verkaufsstände gezimmert

Anknüpfend an die Stockheimer und Reitscher Bergbaugeschichte, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht, sind die Verkaufsstände den Grubenbauten nachempfunden, wie sie die Bergleute unter Tage errichteten. In ihnen findet der Besucher allerlei kunstvoll hergestellte Unikate aus Holz, Ton und Metall, Eierlikör, Schmuck, Accessoires, ein Paradies der Düfte, liebevoll selbsterzeugte, zauberhafte Unikate sowie Himmlisches aus der Natur und Selbstgemachtes nach Omas Rezepten. Das Flanieren entlang der zauberhaften Buden wird jedem Spaß bereiten und Anregungen für Geschenke bieten. Zum Geheimtipp ist der traditionelle Bergmanns-Eintopf geworden, den es nur am Samstagmittag zwischen 11.30 Uhr und 14.30 Uhr gibt. Die Vereine verwöhnen die Gäste während der beiden Tage mit allerlei Leckereien. Dazu warten noch jede Menge weitere Überraschungen auf den Besucher.

Für alle Kinder startet am Samstag um 15 Uhr ein Laternenzug vom Festplatz zu einem Stollennachbau, in dessen Innerem ihnen Geschichten, diesmal von Zweitem Bürgermeister Siegfried Weißerth (CSU) vorgelesen werden. Eigene Laternen dürfen gerne mitgebracht werden.


Besonderes Schauspiel

Bereits ab 16.15 Uhr spielt die Bergmannskapelle besinnliche Festmusik. Ein besonderes Schauspiel eröffnet sich den Besuchern gegen 16.45 Uhr zur großen Bergparade. In ihren traditionellen Uniformen ziehen die Bergleute vom Bergwerkshof der ehemaligen Zeche Katharina, begleitet von der Bergmannskapelle, vorbei am Weihnachtsmarkt, durch die im Lichterglanz erstrahlende Bergwerksstraße zur Kirche und nach dem Gottesdienst wieder zum Festplatz zurück.

Wie das einzige Steinkohlenbergwerk Bayerns, das in Stockheim betrieben wurde, ist auch die Bergparade für Franken einzigartig, weshalb man dies keinesfalls verpassen sollte. Die Marktstände schließen um 20 Uhr. Danach kann bei Heißgetränken der Abend ausklingen.

Der Sonntag, 7. Dezember, steht im Zeichen des Nikolaus. Der bergmännische Weihnachtsmarkt öffnet um 13 Uhr. Um 16 Uhr laden die Vereine zu einem gemeinsamen Adventssingen ein. Die Kinder warten auf den Nikolaus, der gegen 17 Uhr sein Kommen angekündigt hat. Ob der Nikolaus zu Fuß, mit dem Pferd oder vielleicht mit der Kutsche erscheint, wird eine Überraschung. Um 20 Uhr schließt der bergmännische Weihnachtsmarkt.


Förderverein lädt ein

Der Förderverein Bergbaugeschichte, die Interessengemeinschaft, die Fieranten sowie die Gemeinde Stockheim laden alle Bürger aus nah und fern zur bergmännischen Weihnacht ein.