CSU-Kreisvorsitzender Jürgen Baumgärtner sah das Ergebnis seiner Partei im Kreis Kronach mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es freue ihn, dass die CSU mit knapp 50 Prozent weiter stärkste Kraft sei. Mit einem weinenden Auge sah er die niedrige Wahlbeteiligung. Damit sei man weit unter den Möglichkeiten geblieben. Er sprach sich für ein Zurück zur Fünf-Prozent-Klausel aus. Zu diskutieren sei auch, welche Aufgaben auf Europa übertragen werden sollten und welche nicht. Da werde die CSU Antworten geben müssen.

SPD-Kreisvorsitzender Ralf Pohl war mit der Steigerung der Prozentzahl seiner Partei zufrieden. Gegenüber 2009 habe man deutlich zugelegt. Ein großes Problem stelle für ihn die niedrige Wahlbeteiligung gegen den Trend dar. Stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Ralf Völkl meinte zum guten Abschneiden der SPD bei der Europawahl, dass die Leute wollten, dass die soziale Komponente mehr Gewicht bekomme. Das sei auch eine Lehre aus der Finanzkrise. Nicht nur das Wirtschaftliche spiele eine Rolle. Deshalb habe der generelle Trend hin zur SPD auch seinen Niederschlag im Kreis Kronach gefunden.

AfD-Kreisvorsitzender für Coburg und Kronach Stefan Zubcic war froh und stolz über das Abschneiden der Alternative für Deutschland, die im Raum Coburg sogar stärker als der Bundestrend sei. Und das fast aus dem Stand raus und trotz der Anfeindungen. Unter anderem seien AfD-Plakate zerstört worden. Zubcic verwahrte sich dagegen, die AfD in die rechte Ecke stellen zu wollen. Man wolle eine feste Größe in der Parteienlandschaft werden. fs