"Es ist schade, in einer so großen Bereitschaft wie Steinwiesen kein Jugendrotkreuz zu haben", sagte noch vor einem Jahr Bereitschaftsleiter Thomas Totzauer. Doch er hatte nicht mit einer so positiven Resonanz nach den Kursen für Schulsanitäter im Herbst 2011 und Juniorhelfer im Frühjahr 2012 an der Grund- und Mittelschule Steinwiesen gerechnet. "Können wir jetzt auch ins Rote Kreuz? Gibt es bei Euch ein Jugendrotkreuz?" - die Anfragen der Schüler ließen bei der Bereitschaftsleitung die Idee reifen, das Jugendrotkreuz in Steinwiesen wieder aufleben zu lassen.

"Es haben sich gleich zehn Kinder für unsere Arbeit interessiert und wollten mitmachen", erinnert sich Totzauer.
Zusammen mit Katharina Wunder, die ab 2013 auch die offizielle Leiterin des Jugendrotkreuzes in Steinwiesen ist, Theresa Schneider und vielen Helferinnen und Helfern wurde ein Programm für den Sommer ausgearbeitet, bei dem die Mädchen und Jungen gleich etwas lernen, aber auch Spaß haben konnten. Sozusagen eine Einführung in den Alltag des Roten Kreuzes.


Rettungshubschrauber angeschaut


So gab es einen Besuch beim Rettungshubschrauber "Christoph 20" in Bayreuth, bei der Polizeiinspektion Kronach und lustige Gruppenstunden mit Basteln und Spielen. Die Entstehung des Roten Kreuzes ist bei den Treffen seither ebenso Thema wie das Behandeln kleinerer Blessuren. So wird gezeigt, wie Bauchschmerzen, Nasenbluten oder Sonnenstiche behandelt, Verbände angelegt, Anweisungen bei Vergiftungen und Insektenstichen gegeben werden.

"Zurzeit lernen wir vorrangig für den Kreiswettbewerb am 4. Mai in Kronach, wo wir in der Stufe I antreten werden", erklärt Theresa Schneider, die zusammen mit Leiterin Katharina Wunder und Thomas Totzauer das Kernteam der JRK Steinwiesen bildet. Und über eines sind sich die quirligen Mädchen und Jungen aus der Gruppe klar: "Wir wollen weiterkommen, wir sind jetzt schon topfit."


"Eine gute Entscheidung"


Für Pascal Ströhlein, der öfters der einzige Junge unter vielen Mädchen ist, steht fest, dass es eine gute Entscheidung war, in die Gruppe zu kommen, denn "schon der Juniorhelfer hat viel Spaß gemacht". Auch Lara Simon macht gerne mit. "Im Jugendrotkreuz kann auch ich schon lernen, Leben zu retten", sagt die Zehnjährige. Für Luisa Förtsch stehen neben dem Hilfeleisten auch die schönen Ausflüge im Mittelpunkt.

Aber eines wollen sie alle, und deshalb sind sie dabei, bei der neuen Gruppe des Jugendrotkreuzes in Steinwiesen: "Wir wollen was lernen, aber auch unseren Spaß dabei haben."

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