In der Gemeinderatssitzung am Montag befasste sich das Gremium mit dem Bebauungsplan "Nördlich der Eichendorffsiedlung" in Stockheim. Nach der öffentlichen Auslegung im Zeitraum vom 31. Oktober bis 30. November lagen Stellungnahmen vor, die Korrekturen erfordern, eine neue öffentliche Auslegung wurde beschlossen. In erster Linie ging es um Empfehlungen des staatlichen Bauamtes, Änderungen bezüglich des Knotenpunktes und die Sichtfelder bei der Zu- und Abfahrt zur B 85 mit aufzunehmen sowie ebenso das Lärmschutzgutachten mit einzuarbeiten. Geschäftsleiter Rainer Förtsch informierte über stattgefundene Gespräche mit den zuständigen Behörden. Das staatliche Straßenbauamt sehe die Verkehrssituation nicht so problematisch und demnach seien keine großen Maßnahmen im Aus- und Einfahrtsbereich zur B 85 erforderlich. Im Lärmschutzgutachten werden allerdings aktive Schallschutzmaßnahmen vorgeschlagen. Dies werde auch ausführlich mit den Investoren besprochen, versicherte Bürgermeister Rainer Detsch (FW).
Er betonte, dass noch kein konkreter Bauantrag vorliege und daher sei man offen gegenüber Vorschlägen. Es gebe Interesse an mehreren Wohnhäusern, eventuell stehen auch Mehrfamilienwohnhäuser und auch eine Arztpraxis oder andere Nutzungsmöglichkeiten zur Debatte. Wegen des Lärmschutzes werde man daher das entsprechende Gebiet als Mischgebiet im vorderen Bereich zur B 85 hin ausweisen, damit durch diese/s Gebäude der Lärm abgefangen wird. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Schutzwall, der aber nicht infrage kommen dürfte, so Detsch. Nach Kenntnisnahme und Würdigung der eingegangenen Stellungnahmen und unter Berücksichtigung der beschlossenen Änderungen sowie Ergänzungen wurde einstimmig die erneute öffentliche Auslegung des Planentwurfs zur Änderung des Bebauungsplans "Nördlich der Eichendorffsiedlung" beschlossen.
Der Auftrag im Zuge von Kanal- und Wasserleitungsbau zur Erschließung des "Sondergebiets Büro- und Geschäftshaus mit Schulungshotel" und der Erweiterung der Wasserversorgung Stockheim-Neukenroth wurde an das wirtschaftlich günstigste Angebot der Firma ASK, Kulmbach, zum Preis von 236 432,18 Euro, vergeben. Diese Summe beinhaltet auch eine Wasserleitungsverbindung von Neukenroth nach Stockheim, womit ein dringend erforderlicher Ringschluss erfolge, erklärte der Bürgermeister.
Bauanträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt: Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage (Stockheim, An der Haßlach); Aufstellen von zwei Rohstoffsilos der Firma FPS Kunststoff-Verpackungen.
Bürgermeister Detsch brachte den Winterdienst zur Aussprache. Er bat die Bevölkerung um Verständnis, dass der gemeindliche Winterdienst nicht überall zur gleichen Zeit auftauchen und räumen könne. "Es sind zwei Fahrzeuge bei starkem Schneefall fast rund um die Uhr im Einsatz, trotzdem kann es bei starkem Schneefall - wie kürzlich gleich einige Tage hintereinander geschehen - zu Behinderungen kommen." Außerdem bestehe für die Gemeinde in Wohngebieten keine Räum- und Streupflicht. "Dennoch ist der Winterdienst in Ordnung und kommt seiner Arbeit gewissenhaft und engagiert nach", wie er sich selbst bei einer Mitfahrt überzeugen konnte.


Kritik an Auto-SB-Waschanlage

Beschwerden gingen über das Autowaschen an einer SB-Waschanlage am Sonntag ein. Die Gemeinde habe ein Autowaschverbot an dieser Anlage für Sonn- und Feiertage erlassen. Weil dies nicht beachtet werde, werde man ein Ordnungsgeld an den Betreiber anordnen.


Gemeinderatssplitter


Zuschuss Das Gremium gewährte dem FC Wacker Haig einen Zuschuss zur Anschaffung eines Rasentraktors. Der Zuschuss beläuft sich auf 1047,20 Euro, das seien zehn Prozent der nachgewiesenen Anschaffungskosten.

Straßenausbau In einem weiteren Beschluss im Zuge des Berichtes über die überörtliche Rechnungsprüfung 2011 bis 2014 lehnte der Gemeinderat den Erlass einer Straßenausbau-Beitragssatzung erneut ab. Die Gemeinde sei wirtschaftlich und finanziell gut aufgestellt, so dass mittelfristig eine geplante Aufnahme von Krediten nur subsidiär, das heißt, erst nach Ausschöpfung aller anderen Deckungsmöglichkeiten zulässig sei. Es wurde als unsozial empfunden, wenn künftige Straßenausbauten (Ringstraße, Zum Grubholz usw.) im Wesentlichen durch Beiträge von Anliegern mitfinanziert werden sollen, während die damals durchgeführten Ausbauten (Wiesenstraße, Birkenstraße etc.) nicht beitragsfinanziert erfolgt seien. Auch der Bayerische Gemeindetag zeige sich sehr konträr zu diesem Thema, sagte der Bürgermeister. eh