Nach der Galapremiere zum Stück "Der zerbrochene Krug" im Juli scheint die Welt der Faust-Festspiele noch in Ordnung zu sein. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein findet zu dem Zeitpunkt nur lobende Worte ("Unsere Festspiele sind einfach klasse") - und auch Tourismus-Chefin Kerstin Löw stimmt in den Lobgesang mit ein. Doch knapp drei Monate später hat sich das Blatt vollkommen gewendet. Ein neues Konzept wird vorgestellt, der Name in Rosenberg-Festspiele geändert - und der Vertrag mit dem Intendanten Daniel Leistner, der die Faust-Festspiele vor 20 Jahren mit ins Leben gerufen hatte, nicht verlängert.

Leistner wird vorgeworfen, für Neues nicht offen zu sein. Während der bisherige Intendant die Zukunft der Faust-Festspiele als Volkstheater sieht, streben die Verantwortlichen der Stadt Kronach eine professionellere Ausrichtung an.