Zum großen Erfolg für den Musikverein Friesen wurde das in der Kronachtalhalle in Steinberg präsentierte Frühjahrskonzert. Das Orchester hatte sich in monatelanger Vorbereitung in zahlreichen Proben gut eingespielt und bot den Zuhörern unter der Leitung von Markus Schnappauf einen Ohrenschmaus mit abwechslungsreicher Blasmusik auf hohem Niveau.

Der Kreisvorsitzende im Nordbayerischen Musikbund (NBMB), Wolfgang Müller zeichnete auch einige Instrumentalisten aus. "Dies soll Dank und Anerkennung für die musikalischen Leistungen der Geehrten sein, aber auch zugleich für alle anderen Musiker sollen die Ehrungen ein Ansporn, die Musik weiterhin zu pflegen und ihrem Musikverein die Treue zu halten", sagte Müller.

Die Auszeichnung D1 erhielten Julian Uhl und Mia Taube (Querflöte) und das Leistungsabzeichen D2 hatte sich Stefanie Fischer-Weiß (Saxofon) verdient.Geehrt wurde für zehnjähriges Musizieren im
MV Friesen Nathalie Angermeier (Querflöte). Seit 25 Jahren spielt Marco Welscher Schlagzeug im Blasorchester.

Durch das Programm führte erstmals der 16-jährige David Schnappauf als Moderator. Er spielte aber auch als Posaunist im im Orchester mit.

In monatelanger Vorbereitung hatten die Akteure Werke der Mittel- und Oberstufe einstudiert und setzten damit neue Akzente und Maßstäbe.

Der festlichen Eröffnungsmusik von Hermann Schäfer folgte das Cappriccio, in dem der Komponist Alfred Bösendorfer in "Deutschlandbilder" ein Klanggemälde von Deutschland zeichnet. Alle Facetten eines musikalischen Erlebnisses wurden in "A musical experience" intoniert.

Dem heiter melancholischen Tanzwalzer "Russian Walz" ließ das Orchester "Buglers Holiday" folgen. Bei diesem Werk glänzte das Trompetentrio Thomas Kestel, Julia Müller und Christian Wachter. Unmittelbar vor der Pause entführten die Musiker nach Neuseeland mit dem Konzertmarsch "Neue Welt".

Im zweiten Teil überzeugten die Instrumentalisten vor allem mit der Filmmelodie "Pirates of the Caribbean". Im Finale wurden nochmals alle Register der Blasmusik gezogen von Folklore über Rock bis hin zur Polka als Zugabe und sogar in die schottischen Highlands führten die vom Publikum gefeierten Musikanten nach ihrem zweistündigen Konzert.

Dirigent Markus Schnappauf freute sich sehr über seine über 30 motivierten Akteure, "die nach monatelangem Einstudieren zum Frühjahrskonzert auf den Punkt fit waren. Durch hohe Disziplin, Konzentration und gute Moral machten sie mir, ob Nachwuchsmusiker oder alte Hasen, die Stabführung etwas leichter", meinte der musikalische Leiter sichtlich erleichtert nach dem Konzert.

Der Dirigent gestand aber auch etwas Wehmut ein, weil der langjährige Trompeter Thomas Kestel nach über einem Jahrzehnt zum letzten Mal das Orchester beim Frühjahrskonzert verstärkte. Er war Mitarbeiter bei Loewe und musste sich nun beruflich neu orientieren. Ein neuer Job wird ihn nach Deggendorf führen, weshalb er nicht mehr im MV Friesen spielen kann.