Abheben konnten die "Passagiere" in der Rodachtalhalle aber nicht nur bei dieser Komposition. Auch bei den anderen Stücken war Anschnallen angesagt.

Das Dreikönigskonzert stellt für den Musikverein Zeyern alljährlich den Höhepunkt des Vereinsjahres dar. Maßgeblich dafür verantwortlich zeichnete auch heuer Florian Unkauf. Der Dirigent, der sein Amt im Frühjahr aufgibt, hatte seinen Klangkörper erneut hervorragend eingestellt. Die Gäste bekamen kein - krampfhaft zum Motto passendes - zusammengewürfeltes musikalisches Einerlei, sondern ein facettenreiches Programm zu hören, das das breitgefächerte Repertoire des Musikvereins unterstrich. Ob konzertante Kompositionen, berühmte Melodien aus Film oder Operette, zackige Märsche oder schmissige Polkas: Die Musiker trafen im wahrsten Sinne des Wortes stets den richtigen Ton. Zum Klingen kam auch beim 156.
Dreikönigskonzert ein bunt gemischtes Potpourri der verschiedensten Stilrichtungen.

Höhepunkte waren zwei Gesangsoli von Kristina Schnappauf und Martin Hannig. Kristina Schnappauf spielt seit 2005 Bariton. Im nunmehr fünften Jahr in Folge trat sie auch gesanglich in Erscheinung und das, obwohl sie in Duisburg arbeitet. Heuer begeisterte sie mit "There you´ll be" aus dem Film "Pearl Harbor", das sie sehr berührend interpretierte. Das gilt auch für Martin Hannig, der am Waldhorn zu finden ist. Der Zeyerner macht derzeit ein Auslandsemester in England. So blieben ihm nur zwei Wochen Zeit, die Stücke und sein Lied einzustudieren. Mit viel Gefühl sang er die Filmmusik "I don´t want to miss a Thing" aus "Armageddon". Zeyern kann stolz sein auf seinen Musikverein und seine jungen Musiker, von denen viele auswärts arbeiten oder studieren und trotzdem der Musik die Treue halten. Am Ende gab es verdientermaßen Bravo-Rufe, mehrminütigen Beifall und Zugabe-Aufforderungen. Diese wurden gewährt und damit belohnten sich die Mitwirkenden selbst für einen tollen Abend, der dem "Prädikat" Dreikönigskonzert alle Ehre machte.