Freude an der herrlichen Musik, am Consortium, an ihrem Instrument und sicherlich auch Freude an ihrem Können: Die Violinistin Diana Zohrabyan strahlte riesige Freude aus, als sie mit einem wunderbar sinnlichen Geigenton in Bachs bekanntem "Konzert für Violine, Streicher und Basso Continuo E-Dur" dessen italienische Einfärbung (Antonio Vivaldi) mit sicherem Stilempfinden nachspürte. Eine Spielfreude, die sich sofort auf das Publikum übertrug.

Wunderschöne Klangbilder

Mit einer sauberen, geschmeidigen Intonation und frappierender Spieltechnik schuf die gebürtige Armenierin, die als Zweite Konzertmeisterin im Philharmonischen Orchester Landestheater Coburg engagiert ist, wunderschöne Klangbilder, von denen eine tiefgreifende Faszination ausging.

Sie spielte selbstvergessen schön und hatte dabei im Popp-Consortium unter Leitung von Dekanantskantor Marius Popp einen sensiblen Partner zur Seite.

Dem glänzend eingestellten Popp-Consortium gelang in der Christuskirche eine musikalische Sternstunde. Es begeisterte mit einem feingliedrigen Streicherklang, mit Frische und Spritzigkeit. Weich, sauber und ausgewogen präsentierte es Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur. Was für ein Genuss, die Töne von der Empore herab in den Kirchenraum schweben zu hören.

Den grandiosen Abschluss des Konzerts bildete Joseph Haydns vermutlich 1767 entstandenes Konzert C-Dur für Orgel, Streicher und Basso Continuo mit dem Dekanatskantor an der Orgel. Das wundervolle Zusammenspiel zwischen Orgelpositiv und Orchester war und ein Hörerlebnis, wie man es nicht oft zu hören bekommt.

Am Ende dankte das Publikum stehend den Mitwirkenden. Da der Applaus gar nicht enden wollte, gab das Popp-Consortium noch zwei Zugaben.