Die Terrasse des Gasthauses Stübental war voller Menschen, als Tom Sauer und die Humanitäre Hilfe gemeinsam mit vielen Freunden zu einem fantastischen Konzert eingeladen hatte. Der Erlös kommt einer Familie im Landkreis Kronach zugute, die sich in einer gravierenden finanziellen Notlage befindet, ohne etwas dafür zu können.

Es war ein schöner Abend voll Musik, Freude und Hilfsbereitschaft. Insgesamt kamen Spenden in Höhe von knapp 1000 Euro zusammen.

"Das schönste Denkmal das ein Mensch bekommen kann liegt in den Herzen seiner Mitmenschen", zitierte der Vorsitzende der "Humanitären Hilfe für Menschen in Not", Tom Sauer, Albert Schweitzer. Egal wie unterschiedlich alle Anwesenden als Musiker, Musikanten oder Zuhörer seien, alle würden durch die Musik vereint.


Nach mehr als 20 Jahren Aktivität in der Musik könne er immer noch auf musikalische Menschen zugehen, mit denen so ein Bündnis eingegangen werden könne, um eine sowohl musikalische wie soziale Botschaft rüberzubringen. Von sich aus seien Musiker auf ihn zugekommen, um das soziale Engagement der Humanitären Hilfe - oft zum wiederholten Mal - zu unterstützen.

Es waren verschiedene Klangwelten, die das Publikum begeisterten. Unterschiedlichse Weisen der Interpretation von Songs, sehr viele eigene Lieder. Tom Sauer war dankbar für die Mitwirkung so vieler Musiker.

Dazu gehörten Tom Benson und Thomas Schaller, Thomas Öchsler mit Werner Suchy als Akustikgitarrenduo "Halb so wild". Mit dabei war "Convoy" - wie so oft. Dabei wurde die Besetzung manchmal mit Tom Sauer und dem jungen Schlagzeuger Georg Mäusbacher ergänzt. "Convoy" und Tom Sauer sind sich durch eine jahrzehntelange musikalische und menschliche Verbundenheit sehr nahe.

"Es ging letztlich darum, möglichst effizient einer in Not geratener Familie zu helfen", erklärte Tom Sauer. "Würde ich alleine dastehen würde dies nicht funktionieren." Die Situation sei zudem deshalb noch besonders tragisch, weil auch Krankheit im Spiel sei. "Von daher war es für uns eine Herzensangelegenheit, der Familie ein Signal zu geben."

Auch mit der Spendenaktion werde es nicht gelingen, die große Überschuldung dieser Familie völlig in Griff bekommen zu können. "Wir werden ein Zeichen setzen, dass es für die Leute auf jeden Fall bergauf geht." In jedem Fall wird die Humanitäre Hilfe auch weiterhin mit Sachspenden zur Seite stehen.

"Bei uns in der Region ist Menschlichkeit sichtbar lebendig. Wir können so etwas im Landkreis Kronach machen", freut sich Tom Sauer über die Solidarität. "Wir sind eine Region, wo doch noch der eine auf den anderen achtet."

Die Humanitäre Hilfe für Menschen in Not betreut derzeit zu unterschiedlichen Zeiten bis zu 40 Familien und Einzelpersonen in der Region.